Neugierig blicken Senioren wie Kinder auf das Thema Künstliche Intelligenz. Foto: Olowinsky

Das Seniorenforum beschäftigte sich jüngst mit dem Thema „KI – E-Bike fürs Gehirn“. Zum Auftakt schauten auch Kinder von „Mini Schramberg“ mit vorbei.

Eingebunden war der Vortrag in den monatlichen Treff des Seniorenforums (Sefo).

 

Die Kinder stellten im Vorbeigehen Fragen an die KI wie „Hast du auch ein Haus“? und „Warum klingst du wie ein Mensch“? Die Verblüffung war groß, als sie aus dem Handy sogar eine passende Antwort bekamen!

Der Nachmittag war dann den zahlreichen Erwachsenen gewidmet mit den Referenten Mark Finnern von der „KI Impact Group Schramberg“und Tobias Hilgert, Geschäftsführer bei der Simon Group in Aichhalden.

KI bietet Möglichkeit zum Erstellen von Text und Video

Zunächst führte Finnern die Möglichkeiten vor, im Alltag KI zu benutzen. Einige Gäste setzten direkt dabei ihr Handy ein.

Mit Chat GPT, Sora oder perplexity.ai lassen sich Texte, Bilder, Videos generieren, Fragen beantworten und Lösungen suchen.

Auf Grund der ungeheuren Datenmenge im Internet und dem absoluten Tempo ist KI laut den beiden Referenten ein idealer Assistent, um menschliches Denken zu unterstützen. Finnern verglich KI mit einem E-Bike, das dem Gehirn Kraft und Tempo verschaffe, wobei allerdings mitbewegen absolut notwendig sei, das heißt selbst mitdenken sei immer vonnöten.

Gefahren der KI werden auch aufgezeigt

Betont wurde die Gefahr von Fake News (bewusste Falschmeldungen) und Identitätsbetrug (Bild-und Videobearbeitung oder Stimmenfälschung bei Telefonanrufen). Finnern gab hierzu als Tipp ein Familiencodewort zu verabreden.

Hilgert berichtete über die Relevanz von künstlicher Intelligenz in den Unternehmen der Simon Group aus Aichhalden. KI wird hier seit 2023 eingesetzt und selbst durch das Unternehmen entwickelt. Zielrichtung dieser Projekte ist die Steigerung der Produktivität wie der Ausbau der Innovationsfähigkeit im Unternehmen.

So konnte zum Beispiel durch eine eigens entwickelte KI-Software die abgerufene Strom-Spitzenlast signifikant gesenkt werden, was einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Produktivität für das Unternehmen leistet.

In einem anderen vorgestellten Projekt wurden Abläufe zur Analyse von Hartmetall-Gefügestrukturen komplett automatisiert und in statistische Modelle überführt.

Dieses hat sowohl positive Effekte für die Produktivität als auch Innovationsfähigkeit des Unternehmens.

Einblick zu aktuellem Versuch der KI-Anwendung

Aktuell arbeitet die Simon Group an Eigenentwicklungen von KI-Systemen welche sowohl automatisiert konstruieren als auch projektieren.

Die Verbindung menschlicher Kreativität mit Präzision und Schnelligkeit der KI-Systeme ist das Ziel in diesen Projekten.

Zum Abschluss der allgemeinen Information servierte Finnern den Gästen noch einen Waldschrat Cocktail (TM) aus Fichtensprossensirup und Sekt, den es ohne KI nicht geben würde.