Bürgermeister und Abgeordneter sprechen über den Wolf und die Bürokratie.
Breit war die Themen- und Aufgabenpalette, über die sich der FDP-Bundestagsabgeordnete mit dem neuen Bürgermeister austauschte, informiert das Büro des Abgeordneten in einer Pressemitteilung.
„Einig war man sich über eine stetig wachsende Misstrauenskultur, die die pessimistische Lage auf allen Ebenen staatlicher Behörden immer weiter verschärfe und das Land an einen Scheideweg manövriert, aus dessen Negativspirale wir dringendst raus müssen“, heißt es in der Mitteilung. Ein Beispiel seien die ewig langen baurechtlichen Genehmigungsverfahren. Dies zermürbe potenzielle Investoren sowie private Bauherren, waren sich beide einig. Hier müssten Landräte mehr auf die Geschwindigkeit und das Wohl der Gemeinden achten.
Die Aufgaben der Kommunen – zum Beispiel im Feuerwehrwesen – würden anspruchsvoller und teurer. Gleichzeitig gebe es aufgrund der Demografie immer weniger Freiwillige. „Bürgerschaftliches Engagement wird deshalb immer wichtiger werden“, waren sich Hoffmann und Fiedel einig.
Die zahlreichen Landwirte würden sich um ihre Zukunft sorgen, führte Fiedel aus. Immer mehr Auflagen und komplexe Förderungen erschwerten die Betriebsnachfolge. Wolf und Weide vertrügen sich nicht, das zeige sich auch in Todtnau. Der Aufwand für Zäune in der Weidelandschaft sei immens und stehe in keinem Verhältnis. Vielmehr mache es Sinn, so der Abgeordnete, ein Wolfspopulationsmanagement zu betreiben, statt eine Landschaft einzuzäunen, was alleine schon wegen der Wanderwege schwierig sei.