Miguel Klauß (Zweiter von rechts) bei der Führungsriege des Bauernverbands Nordschwarzwald-Gäu-Enz mit (von links) dem Vorsitzenden Gerhard Fassnacht (Horb-Altheim), und seinen Stellvertretern Daniel Dengler (Jettingen) und Markus Stollsteimer (Nagold). Foto: Miguel Klauß

Der Calwer Landtagsabgeordnete Miguel Klauß hat die Regionalgeschäftsstelle des Landesbauernverbands Baden-Württemberg in Bondorf besucht. Der vor rund einem Jahr für die AfD in den Landtag gewählte Klauß sprach mit den Vertretern der Landwirte über die aktuelle Lage und Zukunftsaussichten.

Kreis Calw/Bondorf - Der Calwer Landtagsabgeordnete Miguel Klauß hat die Regionalgeschäftsstelle des Landesbauernverbands Baden-Württemberg in Bondorf besucht. Der vor rund einem Jahr für die AfD in den Landtag gewählte Abgeordnete Klauß sprach mit den Vertretern der Landwirte über die aktuelle Lage und Zukunftsaussichten.

 

Der Vorsitzende des LBV-Regionalverbandes Nordschwarzwald-Gäu-Enz, Gerhard Fassnacht, sowie dessen Stellvertreter Daniel Dengler und Markus Stollsteimer informierten den Abgeordneten über die vielschichtigen aktuellen und drängenden Themen ihres Berufes. Neben Nachwuchssorgen, Höfesterben und einer in den vergangenen Jahren enorm wachsenden EU-Bürokratie aus Brüssel machen den Landwirten in Baden-Württemberg besonders die hohen Spritkosten, gerade für den Diesel, sehr zu schaffen.

Miguel Klauß, der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, kennt dieses Problem. Täglich erreichen ihn Zuschriften von Bürgern, die bedingt durch die hohen Kosten für Energie wie Strom und Heizung aber auch Tankkosten nicht mehr ein noch aus wüssten. Vor allem zeigt es, dass es auch innerhalb der EU eine enorme Wettbewerbsverzerrung gibt. Während es in Frankreich für die Landwirte erlaubt ist, mit günstigerem Heizöl zu fahren, sowie in Polen und Ungarn deutlich niedrigere Steuersätze auf Diesel bestehen, haben deutsche Landwirte hinsichtlich Energiekosten einen großen Nachteil.

Pflugtermine, an die sich die Landwirte penibel halten müssen

Die hohen Sprit- und Energiepreise verteuern auch die landwirtschaftlichen Produkte, ohne dass die Landwirte davon mehr in der Tasche hätten. Dies sei ein enormes Problem sowohl für die Landwirte als auch für die Verbraucher. Die AfD trete dafür ein, dass landwirtschaftliche Flächen der Nahrungsmittelproduktion dienen und nicht zunehmend für andere Zwecke herangezogen werden. "Wir sind davon überzeugt, dass moderne bäuerliche Betriebe mit Verwurzelung in den Regionen am besten geeignet sind, umwelt- und marktgerecht zu produzieren", ergänzt Klauß.

Interessant und ausbaufähig befand Miguel Klauß das Projekt "Lernort Bauernhof", welches Kinder die Landwirtschaft nahebringen soll. "Dies sollte auf Landesebene stärker gefördert werden, damit Kinder einen direkten Einblick ins reale Leben und unsere Nahrungsmittelproduktion bekommen können", so Klauß.

Auch Kurioses erörterten die Landwirte und der Abgeordnete in dem Gespräch. So gibt es extra gesetzte Pflugtermine, an die sich die Landwirte penibel halten müssen. Überwacht werden alle bürokratischen Vorgaben und Verordnungen mit Agrarsatelliten, der die Landwirte alle paar Tage überwacht. "Technologien sollten zur Optimierung der Nahrungsmittelproduktion dienen, nicht zur Überwachung der Bürger und Unternehmen. Ein vertrauensvoller Umgang mit Landwirten deren Höfe in mehreren Generationen schon betrieben werden, sieht anders aus", so Klauß.