Monika Morath (stellvertretende Bürgermeisterin Bad Bellingen) sowie die Grünen-Landtagsabgeordneten  Christoph Höh, Sarah Hagmann und Thomas Hentschel mit Florian Kaufmann vom Weingut Kaufmann (von links) Foto: zVg

Grünen-Landtagsabgeordnete haben das Bioweingut Kaufmann in Efringen-Kirchen besucht.

Der Besuch fand im Rahmen einer Klausur des Arbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Tourismus statt, heißt es in einer Mitteilung. Auf Einladung der Lörracher Abgeordneten Sarah Hagmann waren Hansjörg Mair, Geschäftsführer von Schwarzwald Tourismus, Carolin Holzmüller, Bürgermeisterin von Efringen-Kirchen, Monika Morath, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Bad Bellingen, und Melanie Schäcke, Tourismusbeauftragte des Landkreises Lörrach, gekommen.

 

Zunächst durften sich die Landtagsabgeordneten bei einer Führung durch das Bioweingut von Winzermeister Florian Kaufmann einen Eindruck von der Markgräfler Weinkultur verschaffen.

Eine Herausforderung für viele Winzer sei heute jedoch der geringere Konsum von Wein. Daher sei es neben dem Angebot alkoholfreier Produkte auch wichtig, sich zum Beispiel im Bereich Tourismus zu diversifizieren. Angebote wie Weinpromenaden, der MaiWein an der Badischen Weinstraße oder ähnliche Konzepte sind deshalb eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle.

Mair von Schwarzwald Tourismus verdeutlichte in diesem Zusammenhang, dies explizit zu fördern. Er sei froh, dass im Frühjahr ein Kompetenzteam Weintourismus Baden bei der Schwarzwald Tourismus eingerichtet wurde, heißt es.

Markgräflerland hat eigene Charakteristika

In seinem Vortrag unterstrich der Geschäftsführer der Marketinggesellschaft von insgesamt 16 Landkreisen die hohe Bekanntheit, die der Schwarzwald in Deutschland, aber auch weltweit als authentische Ferienregion genieße. Mit positiven Gefühlen würden dabei Dinge wie der Bollenhut, die Kuckucksuhr oder die Schwarzwälder Kirschtorte verbunden.

Auch wenn das Markgräflerland diesem Klischeebild nicht entspreche und ganz eigene Charakteristika habe, ist Mair überzeugt, dass die ganze Region in ihrer Vielfalt von dieser positiven Destinationsmarke profitieren könne.

„Schwarzwald ein Aushängeschild“

Hagmann und Thomas Hentschel, der tourismuspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, waren von den vielfältigen Konzepten und Ideen zur Stärkung und Weiterentwicklung des Tourismus in der Region beeindruckt, heißt es. „Der Bedarf für den Tourismus ist ohne Frage da, und er ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für Baden-Württemberg, denn allein im Schwarzwald schafft er fast 130 000 direkte und weitere fast 400 000 Arbeitsplätze. Ich nehme mit, dass eine stärkere Vernetzung und Verwertung der Daten erfolgen muss. Da werden wir vom Land aus genau drauf schauen“, sagt Hagmann.

„Der Schwarzwald ist ein Aushängeschild für nachhaltigen Qualitätstourismus in Baden-Württemberg. Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass Naturerlebnis, regionale Wertschöpfung und Klimaschutz noch stärker Hand in Hand gehen“, ergänzt Hentschel.