Regierungspräsidenten Sylvia Felder war zu Gast in Alpirsbach. Sie traf sich zu Gesprächen über die Probleme in der Stadt mit Amtsverwalter Norbert Beck und weiteren Vertretern der Verwaltung und des Gemeinderats. Dabei stand auch ein Rundgang an.
Zu diesem Treffen gab es eine umfangreiche Themenliste. Dazu gehörte der Neubau des Feuerwehrhauses. Dazu meinte Regierungspräsidentin Sylvia Felder, dass die Stadt mit einer Förderung rechnen könne. Ebenso ging es um Schulangelegenheiten – wie die Zukunft des Progymnasiums und der Werkrealschule sowie die Ganztagesbetreuung in der Grundschule.
Weiterer Schwerpunkt war die Kläranlagenplanung und hier insbesondere der Bau eines Kanals bis nach Schiltach und die dortige Erweiterung. Der abschließende Schwerpunkt betraf die Städtebauförderung mit dem Sanierungsgebiet „Freudenstädter Straße/Marktplatz“, wozu auch das Areal für das Feuerwehrhaus gehört.
Die Regierungspräsidentin konnte sich dann selbst einen Eindruck davon verschaffen, dass das Rathaus sanierungsbedürftig ist. Anschließend besuchte Felder zusammen mit Norbert Beck zunächst die Klosteranlage und die Klosterkirche. Die fachkundige Führung übernahm der evangelische Pfarrer Christian Honold.
Kirche und Museum besucht
Vom „Paradies“ aus, der Vorraum der Klosterkirche wird so genannt, erläuterte Pfarrer Honold die Geschichte der Kirche. Wie er ausführte, war der wichtigste Reformator hier der sonst wenig bekannte Ambrosius Blarer. Weiter ging es zur Orgelskulptur. Wie Honold dazu erklärte, ist sie die einzige fahrbare Orgel in Deutschland. Zu Orgelkonzerten kommen viele Besucher Stunden zuvor, um die Orgel und ihre Rückfahrt zu sehen. Über den Schlafsaal sowie das Kalefaktorium, den einzig beheizten Raum, und den Kreuzgang ging es dann wieder zum Ausgang.
Die nächste Station war das Museum für Stadtgeschichte, das von Maria Klink als Vorsitzende des Fördervereins geführt wird. Sie übernahm auch die Führung durch das Museum. Die Ausstellungstücke im ersten Obergeschoss sind Handwerkzeuge. Interessant ist dort auch eine Scheibe einer Weißtanne aus dem Glaswald, die 200 Jahre alt wurde. Den einzelnen Jahresringen sind entsprechende lokale und weltliche Ereignisse mit Fotos zugeordnet. Die Regierungspräsidentin konnte auf einem Foto ihren Ur-Ur-Großvater wiederfinden, der als Wache im Schloss Versailles zu sehen ist. Ausstellungsstücke zur Flößerei, Fasnetshäs und auch ein altes Schulzimmer gehörten ebenfalls zum Rundgang.
Der Abschluss von Felders Besuch fand im Schalander der Klosterbrauerei statt. Empfangen wurde sie dort von Geschäftsführer Marcus Schlör und Eigentümer Carl Glauner.
Felder sprach Amtsverwalter Norbert Beck ein großes Dankeschön aus. Sie erklärte, sie habe den Eindruck, dass der Gemeinderat und auch die Verwaltung dankbar sind, dass mit Beck wieder jemand der Stadt vorsteht, der Schwung mitbringt und auch etwas bewegen will und kann.