Starke Frauen sind das Thema der diesjährigen Revue. Drei Läuferinnen haben sie gemeinsam entworfen. Unsere Redaktion hat eine der finalen Proben begleitet.
Der Name „Power Girls“ der neuen Revue ist kein Zufall. Auf der Bühne, die den größeren Teil der Mehrzweckhalle ausmacht, stehen nur Frauen und Mädchen. Der Titel kommt von Alexandra Etzel, Julia Findling und Sofia Kucharzewski (Choreografie). Die Läuferinnen haben die Regie von Ellen Karotsch übernommen, die sich im vergangenen Jahr als Choreografin verabschiedet hatte.
Eine Stunde vor der Generalprobe, acht Tage vor der Premiere, erzählt das Trio, wie sich die Idee zu „Power Girls“ in den Sommerferien allmählich herauskristallisiert hat. Da auf der etwa 90-minütigen Revue keine Läufer, aber 47 Läuferinnen in 17 verschiedenen Darbietungen, Solo oder in Gruppen, auftreten werden, habe sich das Konzept angeboten. Alle drei erzählen von einem „längeren Findungsprozess“ mit dem prompten Hinweis, dass auch „Läufer jederzeit willkommen sind“. Die Proben, in der Regel zweimal in der Woche, haben im Oktober begonnen. Die meisten Läuferinnen haben jahrelange Routine.
Konsequenterweise heißt die Ouvertüre „Girls, Girls, Girls“ nach dem Ohrwurm der Gruppe Sailor aus dem Jahr 1975. Etwas moderner sind Tänze auf Rädern nach Hits von Adele, Madonna oder Lady Gaga sowie eine Choreografie mit „Anna und Elsa“ aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“. Ganz aus dem Rahmen fällt das Lied „Radioaktivität“ der Formation Kraftwerk, die Mitte der 1970er-Jahre elektronische Musik populär gemacht hat. Dieser Tanz erzählt die Geschichte der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie. Eine Gruppe Mädchen hat zur Melodie aus dem Film „Barbie“ derweil eine Choreografie über die Puppen einstudiert – mit dem Melodien aus dem US-Film.
Choreografinnen treten in große Fußstapfen
Während in einer anderen Szene Sarkophage geheimnisvoll leuchten, dreht ein Septett zu einem Thema um die Pharaonin Kleopatra elegante Pirouetten.
Die drei Choreografinnen treten in große Fußstapfen, nachdem Karotsch im vergangenen Jahr ihren Abschied als langjährige Leiterin sehr souverän gegeben hat. Zwar hat das Trio jahrelange Erfahrung als Läuferinnen, aber die Leitung samt der Entwicklung einer eigenen Revue war etwas ganz Neues.
Das Training bis jetzt habe daher auch „mehr Nerven als Schweiß“ gekostet. Bei der Generalprobe, neun Tage vor der Premiere, sind alle drei zuversichtlich. Und da bei unserem Besuch am Donnerstag gelegentlich noch kurze Eingriffe notwendig waren, stimmt die alte Theaterlegende sicher: Wenn die Generalprobe nicht so ganz perfekt ist, wird die Premiere umso besser.
Die Generalprobe läuft so früh, da am Montag, an dem eigentlich die Hauptprobe über die Bühne gehen sollte, die Halle anderweitig belegt ist. Ein letzter Check ist für Mittwoch geplant. Dann gibt das Trio das „Okay“, die Halle wird dunkel, die Spots gehen an und die wichtigste Probe beginnt.
Nur noch wenige Tickets
Die Premiere der diesjährigen Rollschuh-Revue „Power Girls“ steigt am Freitag, 30. Januar, von 18 Uhr an in der Mehrzweckhalle im Lahrer Bürgerpark. Weitere Vorstellungen sind am Samstag, 31. Januar, von 19 Uhr an, sowie am Sonntag, 1. Februar, um 15 Uhr. Es gibt derzeit noch einige wenige Karten im Kulturbüro im Alten Rathaus.