Bei einer Gesprächsrunde mit Caspar Spindler und der Bundestagsabgeordneten Maria-Lena Weiss wurden aktuelle Sorgen der Apotheker angesprochen.
Im Zuge der Dialog-Aktion „Wir müssen reden!“ besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria-Lena Weiss, Mitglied der AG Gesundheit, die Stadtapotheke Schömberg, um sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Lage der öffentlichen Apotheken zu machen.
Die Gesprächsrunde mit Caspar Spindler, Vorstand des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg (LAV BW) und Inhaber der Stadtapotheke, sowie seine Kollegen Simon-Peter Skopek, Beirat LAV BW und Tilmann Schöll als Vorstandsmitglied der Landesapothekerkammer, war laut Mitteilung geprägt von einem „offenen, konstruktiven Austausch und der gemeinsamen Sorge um die Zukunft der flächendeckenden Arzneimittelversorgung“.
Apothekenreform im Fokus
Im Mittelpunkt stand demnach die geplante Apothekenreform, „die aus Sicht des Berufsstandes zentrale Probleme nicht löst“. Statt eine wirtschaftliche Stabilisierung zu schaffen, setze der Entwurf, so heißt es in der Mitteilung, auf strukturelle „Erleichterungen“, die nach „Einschätzung der Apotheker in Wahrheit zu einer Aushöhlung des Berufsbildes und einer Verschlechterung der Versorgung führen würden“.
Kritisiert wurde die geplante Möglichkeit einer zeitweisen Vertretung durch eine PTA, die de facto zu „Apotheken ohne Apotheker“ führen könnte. Dies berge erhebliche Risiken für Qualität und Sicherheit – insbesondere bei der Rezepturherstellung oder bei der Abgabe komplexer Arzneien beispielsweise für Schmerz- oder Tumorpatienten, heißt es.
Die Runde warnte die CDU-Politikerin grundsätzlich vor „abgespeckten Apotheken“ ohne Labor, ohne Rezeptur und ohne Notdienste. Solche Modelle würden das Qualitätsniveau in der Fläche nachhaltig absenken und die Versorgung für die Bürger verschlechtern.