Diese beiden Titel stehen auf der „Spiegel“-Bestseller-Liste. Foto: Verlage/-

Unterhaltungsautoren nutzen bewährte Baupläne für ihre Romane. Lucinda Riley gelingt das in einem posthum erschienenen Krimi ziemlich gut – ein anderer Großmeister scheitert diesmal leider, urteilt unser Kolumnist.

Einen guten Kriminalroman zu schreiben ist einfach. Und es ist verdammt schwer. Einfach, weil man einem bewährten Bauplan folgen kann. Dazu braucht man einen Ermittler oder eine Ermittlerin. Die hatten früher, zum Beispiel bei Agatha Christie, so gut wie keine eigene Persönlichkeit; heute schleppen sie einen Rucksack voller Probleme mit sich herum. Gescheiterte Ehe, Trunksucht, depressive Phasen – irgendwas in der Richtung. Dann bedarf es einer Straftat, die wirkt, als könne man sie mit einem Fingerschnippen auflösen, aber im Verlauf der Handlung immer mysteriöser wird. Wir brauchen ein Tableau an Verdächtigen, die sich komisch benehmen und offensichtlich etwas zu verbergen haben. Jetzt legt der Autor eine Reihe von falschen Fährten und flicht einige Hinweise auf Umstände ein, die sich am Ende als entscheidend erweisen werden.

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