Alexander Velz ist nur noch bis zum Frühling für den TV Willstätt am Ball. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Der TV Willstätt verliert seinen besten Torjäger der laufenden Saison. Alexander Velz sucht im Frühling eine neue Herausforderung. In der schweißtreibenden Vorbereitung in der Winterpause ist der Rückraumspieler derweil noch am Start.

"Im Sommer 2020, nachdem die vorangegangene Saison pandemiebedingt abgebrochen wurde, schloss sich Alexander Velz unserer Drittligamannschaft an. Er fand, mit den besten Empfehlungen von über 200 Toren in der abgelaufenen Saison, den Weg aus der Schweiz zurück ins Hanauerland. Auch in der aktuellen Spielzeit hat er bereits mit 90 Toren seine Qualitäten unter Beweis gestellt und führt somit die interne Torschützenliste an", schreibt der TV Willstätt zum Abgang des Rückraumspielers.

Andersen lobt Fleiß des Rückraumspielers

Der Disponent aus Meißenheim möchte sich mit Beginn der kommenden Saison einer neuen Aufgabe stellen. "Ich bin einfach bereit für eine neue Herausforderung. Wohin die Reise geht, weiß ich selbst noch nicht. Für die tolle Zeit in Willstätt möchte ich mich aber schon jetzt bedanken", so der 1,88 Meter große Rückraumspieler über seinen bald bevorstehenden Abschied. Cheftrainer Ole Andersen, der den Spieler bereits aus der gemeinsamen Zeit bei der SG Köndringen/Teningen kennt, freut sich schon jetzt für seinen neuen Verein: "Es war eine interessante sportliche Reise mit Alexander. Sein neuer Verein wird einen sehr fleißigen Spieler bekommen, der nahezu in seiner bisherigen Zeit kaum ein Training verpasst hat."

"Es ist schade, dass Alexander uns verlässt. Er hat uns seine Entscheidung frühzeitig mitgeteilt, so konnten wir schnell die Suche nach einem geeigneten Nachfolger starten. Wir wünschen Alexander alles Gute für seine weitere sportliche und berufliche Zukunft und sind zuversichtlich, dass er weiterhin im Verlauf der aktuellen Saison alles für unseren Erfolg geben wird", so der sportliche Leiter der Willstätter, Marius Oßwald.

Derweil hat der TV Willstätt, noch mit Velz, mit der Vorbereitung auf die noch anstehenden sieben Saisonspiele begonnen. Am kommenden Samstag steht das schwere Auswärtsspiel gegen den HC Oppenweiler/Backnang an. Der Fokus der ersten Einheiten lag klar auf dem athletischen Bereich. "Wir haben mit Stabilisationsübungen und Krafttraining begonnen, um die Jungs nach der ungewöhnlich langen Pause vor Verletzungen zu schützen. Damit sich die Spieler auch im Ausdauerbereich schnellstmöglich wieder an den Rhythmus eines Handballspiels gewöhnen, habe ich einige Intervallläufe eingebaut", erklärt Athletiktrainer Pascal Meier seine Strategie für die Vorbereitung und ergänzt mit einem Lächeln: "Der obligatorische Auftaktkick hat natürlich auch nicht gefehlt."

Team soll Sicherheit in den Abläufen bekommen

Obwohl die athletischen Aspekte im Mittelpunkt der ersten Einheiten standen, wurde auch das eigentliche Arbeitswerkzeug eines Handballspielers, der Ball, zum Einsatz gebracht. "Es war mir sehr wichtig, dass wir bald wieder Handball spielen und an unseren Abläufen und Automatismen arbeiten können, damit wir die nötige Sicherheit für das kommende Spiel haben", so Andersen. "Wir wollen nicht nur als Mannschaft erfolgreich sein, sondern unsere Spieler auch individuell weiterentwickeln. Dafür ist das Wurftraining am Vormittag besonders wichtig. Hier haben wir die Zeit, zielgerichtet mit den Jungs an ihren Schwächen zu arbeiten und sie besser zu machen."

Am Abend stand Taktik-Training auf dem Plan, um die schwere Hürde in Oppenweiler zu meistern. "Wir müssen schnell zurück in unseren Rhythmus finden und uns bestmöglich auf dieses erste Spiel vorbereiten. Denn das wird unheimlich wichtig für uns", betont Andersen vor dem Ende der Winterpause.