Jeder kann mitmachen bei einer Skitour wie es sie schon 1896 auf dem Feldberg gab. Und man kann sich mit Biathlon-Weltmeister Benedikt Doll messen.
Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, zu dem der Skiclub Todtnau am Samstag, 21. Februar, auf den Feldberg einlädt. Der Feldberg-Sprint ist die erste Neuauflage überhaupt des ersten Ski-Dauerlaufs auf dem Feldberg im Jahr 1896.
Gestartet wird wie damals vom Tal aus
Da bekanntlich der erste Skilift erst 1908 in Schollach (Schwarzwald) erfunden wurde, starteten damals die Wettläufe immer im Tal, so auch 1896 am Feldberg und so wird es natürlich auch bei der Neuauflage sein. Als Sportgeräte dürfen Langlauf- oder Tourenski verwendet werden.
„Das Rennen gab es einmal und nie wieder“, erzählt Stefan Asal, Vorsitzender des Skiclubs Todtnau, im Gespräch mit unserer Redaktion. Geplant hatte der Verein das Revival bereits vor zwei Jahren, dann musste er es aber wegen Schneemangel wieder absagen. „Nun sind wir guter Dinge, dass es genug Schnee hat.“ Immerhin habe sich auch Neuschnee für die nächsten Tage angekündigt.
Auf die Ausschreibung des Rennens von 1896 gestoßen
Schon vor vielen Jahren sei man im Vereinsarchiv auf die Ausschreibung des „Ersten Ski-Wettlauf auf dem Feldberg“ vom 1. März 1896 gestoßen, auch „Feldbergturm-Dauerlauf“ genannt. Als dann die Schneesituation für das Hinterwaldinferno, das vom Feldberg bis nach Todtnau führt, jedes Jahr schlechter geworden sei, habe sich Asal an das Dokument zurück erinnert und wollte das Rennen wieder aufleben lassen.
„Durch dieses Event kann man auch zeigen, was der Feldberg bedeutet: Es ist die Heimat des Skisports. In Kombination mit dem Ausrichter als ältesten Skiclubs Deutschlands passt das sehr gut“, sagt Asal.
Die Strecke führt bergauf und bergab
Die Distanz damals betrug sechs Kilometer, Start war beim Feldbergerhof. Da dies heute besonders beschwerlich wäre, ist lediglich der Start- und Zielpunkt verlegt auf die Talstation des 2er-Sessellifts am Seebuck. Gestartet wird im Massenstart, getrennt nach Geschlechtern. Auf einer Länge von 5,2 Kilometern und über 220 Höhenmeter geht es dann vorbei am Bismarkturm, dem Fernsehturm, hinüber zum Feldberg, erneut zum Fernsehturm, zurück über Seebuck und zurück zur Talstation.
Es geht also immer wieder bergauf und bergab. „Die Strecke ist sehr abwechslungsreich“, erzählt Stefan Asal als er von seiner Testfahrt vor zwei Wochen berichtet.
Tourenskifahrer müssen Felle schnell wechseln
Spannend könnte es mit Tourenski werden. Denn: Zum Bergauflaufen brauchen diese Felle darunter, damit sie nicht abrutschen, zum bergabfahren müssen diese aber wieder abgenommen werden. Wer also schnell ist beim Fellwechseln, hat hier durchaus Vorteile.
Benedikt-Doll fährt bei Jedermann-Rennen mit
Auch wenn die Strecke herausfordernd ist – vom ambitionierten Wintersportler bis zum spaßorientierten Skifan – der Feldbergsprint ist ein Jedermann-Rennen für alle ab 14 Jahren. „Jeder kann mitmachen, es laufen keine Profis mit“, sagt Asal. Eine Ausnahme macht er: Der ehemalige Biathlon-Weltmeister und Olympia-Bronze-Gewinner Benedikt Doll fährt mit. Mit ihm können sich die Teilnehmer also messen, was bestimmt für manchen Wintersportler den besonderen Reiz ausmacht.
Neben einem attraktiven Starterpaket dürfen sich alle Teilnehmer auf hochwertige Preise freuen.
Das Event ist aber auch für die Zuschauer interessant, macht Asal deutlich. Die Talstation als Start- und Zielpunkt sei ideal für die Zuschauer. Von hier aus werde das Geschehen auf der Strecke moderiert und es werden Interviews geführt.
Asal geht davon aus, dass die meisten Anmeldungen erst kurz vor knapp kommen: Noch bis Donnerstag, 19. Februar, kann man sich anmelden. Das Rennen findet am Samstag, 21. Februar, ab 13 Uhr, statt. Weitere Infos und das Anmeldeformular gibt es unter: https://www.skiclub-todtnau.de/feldberg-sprint/