Mit dem Banddurchschnitt eröffneten die Kinder offiziell das neue Waldklassenzimmer in Bräunlingen. Foto: Dagobert Maier

Außerschulischer Lernort im Bräunlinger Wald: Die Natur lässt sich dort mit allen Sinnen erleben. Das Projekt hatte eine fast fünfjährige Anlaufzeit.

Das neue Bräunlinger Waldklassenzimmer, das am Dienstag, 28. April, offiziell übergeben wurde, ist ein außerschulischer Lernort im Wald mit vielen Möglichkeiten, diesen näher kennenzulernen. Die Natur und den Wald mit allen Sinnen zu sehen, zu fühlen, zu riechen und zu erleben, ist das Ziel des Projekts „Waldklassenzimmer“.

 

Mit dem neuen Projekt wurde ein Ort im und am Wald geschaffen, der sich vielseitig für erlebnispädagogische Aktivitäten eignet. Die interessierten Gruppen erwartet vor Ort eine gute Grundinfrastruktur mit zahlreichen Sitzgelegenheiten, einem Materialwagen und einer Komposttoilette. Der Wald kann als Klassenzimmer und Erlebnisraum selbstständig genutzt werden.

Den zur offiziellen Eröffnung anwesenden Kindern sah man deutlich an, wie gerne sie sich im Wald aufhielten. Sie bastelten Kunstwerke aus verschiedenen Hölzern, Ästen und Grünzeug. Auch Bilder wurden gemalt. Wie eine Betreuerin berichtete, waren die im Wald gemalten Bilder viel lustiger und fröhlicher als die Bilder, die üblicherweise im Klassenzimmer gemalt werden.

Revierleiter Tom Ekert und seine Kollegin Marisa Schwenninger erläuterten den Gästen beim offiziellen Eröffnungstag die Grundidee der Waldpädagogik sowie die fast fünfjährige Anlaufgeschichte des Projekts „Waldklassenzimmer“. Dieses sei neben dem 40 Jahre alten Waldmuseum und der „Erlebniswelt Raum“ nun das dritte Projekt, das nicht nur Kindern den Wald näherbringen soll.

Baum gepflanzt

Gemeinsam mit den Initiatoren schnitten die Kinder das Eröffnungsband zum neuen Klassenzimmer in der Natur durch. Danach wurde gemeinsam ein neuer Baum gepflanzt, der durch Pflege der Gäste gut wachsen soll. Das Waldklassenzimmer sei ein Ort der Begegnung, an dem Menschen jeden Alters sowie Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region zusammenkommen können. Es sei beeindruckend, wie sich das ganze Projekt entwickelt habe. Der Wald sei einfach etwas Schönes, sagte Bürgermeister Micha Bächle. Auch die Schulen seien bereits regelmäßig zu Besuch im Waldklassenzimmer. Das mache deutlich, dass das Projekt eine hohe Bedeutung habe und dass es mit Tom Ekert und Marisa Schwenninger sowie weiteren Förstern gute Unterstützer hatte.  

Bürgermeister Micha Bächle und Förster Tom Ekert pflanzten mit den Kindern einen Baum. Foto: Dagobert Maier

Beide kamen vor einigen Jahren auf die Idee, ein Waldklassenzimmer einzurichten, und blieben immer hartnäckig dran, um das Projekt umzusetzen. Dank ihres großen Einsatzes für das Projekt sei dies nun gelungen. Der Erfolg beweise, dass sich die Waldräume öffnen lassen. Bächle erinnerte auch an die finanziellen Unterstützer, darunter die Fritz-Reimnitz-Stiftung und die Foret-Noire-Stiftung. Der Bürgermeister wünschte bei der offiziellen Eröffnung allen viel Spaß beim näheren Kennenlernen des Waldes im Waldklassenzimmer.

Forstamtsleiter Frieder Dinkelaker gratulierte zur Umsetzung dieses gelungenen Projekts und lobte das starke Durchhaltevermögen von Tom Ekert und Marisa Schwenninger bei der Realisierung. Er sah durch die Nähe zum Wald eine gute Möglichkeit, im Waldklassenzimmer einen Bezug zur Natur zu entwickeln. Er dankte allen, die zur Umsetzung beigetragen haben, sodass das Klassenzimmer nun schließlich offiziell eröffnet werden könne.

Interessierte Gruppen und Klassen von der Grundschule bis zum Gymnasium können Anfragen für einen Besuch des Waldklassenzimmers an Marisa Schwenninger (m.schwenninger@Lrasbk.de) richten und erhalten dann einen Einführungstermin.