Als 1968 der Skiclub Todtnau zum ersten Mal die Deutschen Meisterschaften durchführte, kam nicht nur Rosi Mittermeier, sondern noch viele weitere Prominente in das kleine Schwarzwaldstädtchen. Am Sonntag wird an die Premiere erinnert.
„Todtnau feiert Geburtstag und wir feiern mit“, sagt Stefan Asal, Vorsitzender des Skiclubs Todtnau. Im Rahmen des Jubiläumsjahres „1000 Jahre Stadt Todtnau“ lädt der Skiclub am Sonntag, 12. Januar, von 17 bis 21 Uhr, zum „Lichtzauber – Auf den Spuren der Deutschen Meisterschaften ’68“ im Rathausgarten ein.
„Uns war klar, dass wir als einer der größten Vereine in Todtnau am Jubiläum mitwirken wollen“, sagt Asal. Auf jeden Fall wollte der Skiclub Bezug zu dem historischen Ereignis nehmen. 1968 war mit der Meisterschaft nach über 30 Jahren wieder ein großes Rennen in Todtnau: Zum ersten Mal in seiner langen Geschichte trug der älteste deutsche Skiverein, der Skiclub Todtnau, die Deutschen Alpinen Skimeisterschaften aus. An dieses besondere Ereignis soll am Sonntag erinnert werden. „Es war ein Mammut-Event mit über 20 000 Zuschauern“, erzählt Asal. Er berichtet von der Politprominenz, die nach Todtnau kam und, dass es schulfrei für alle Kinder gab, was zudem die Bedeutung der Meisterschaften für Todtnau nochmals hervorhebt.
Slalom und Riesenslalom fanden damals noch am Hasenhorn, dem Hausberg von Todtnau, statt. Adolf Heine, der damalige Präsident des Deutschen Skiverbands, nannte sie „ideale Hänge“. Heute kann man sich das kaum noch vorstellen. Der Abfahrtslauf führte vom Silberberg hinab bis zur Kapelle in Brandenberg. Die Siegerehrung und das Rahmenprogramm fanden im damaligen Hotel Ochsen statt. Titelverteidiger waren damals Größen wie Rosi Mittermeier (die Mutter von Felix Neureuther) sowie Burgi Färbinger, Pepi Wurmer und Ludwig Leitner. Zu den Favoriten zählten Christl Laprell, Margaret Hafen, sowie Franz Vogler, Willi Lesch und Gerhard Prinzing. Aber auch die drei Schwarzwälder Erhard Strohmeier aus Wieden, Hansjörg Schlager aus Feldberg-Bärental und der heimische Richard Mutter vom Skiclub Todtnau gehörten zu den Favoriten der Deutschen Meisterschaften. Mit Letzterem hat sich der Skiclub unterhalten und vielleicht wird er am Sonntag als Zeitzeuge auch seine Erinnerungen an das Ereignis teilen. Die kompletten Rennen wurden im Südwestfunk gesendet – so kam das kleine Todtnau damals ganz groß raus. Es folgten viele weitere Rennen in Todtnau wie Weltcups und Meisterschaften. Die letzten Deutschen Meisterschaften fanden 2016 statt.
Die Strecke des Damen-Slaloms am Hasenhorn wird der Skiclub am Sonntag mit Lichtern darstellen, so dass man diese von ganz Todtnau aus sehen kann. Mehr als 100 Bilder von der Veranstaltung werden mit einem Beamer gezeigt. Die Veranstalter wollen, dass sich Jung und Alt austauschen können, auch mit Zeitzeugen. So wollen sie das besondere Event in einer einmaligen Atmosphäre Revue passieren lassen. DJ DadB sorgt für musikalische Unterhaltung, Feuerschalen für die Wärme. Auch Lasergewehrschießen wird angeboten. Es gibt Wurst und Waffeln, Glühwein und mehr – und auch das neue „Todtnauer Bier“ wird ausgeschenkt.
„Lichtzauber – Auf den Spuren der Deutschen Meisterschaften ’68“, Sonntag, 12. Januar, 17 bis 21 Uhr, beim Rathaus-Pavillon