Jetzt geht es auf die Zielgerade bei der Triberger Fasnet.
Zunächst gab es mit Kindern auf dem Schulhof der Grundschule närrische Spiele. Dann aber wurde es Ernst: Die Fasnet musste gesucht und natürlich auch gefunden werden, derweil die Frauen im Museum ihre Wieberfasnet feierten.
Nachdem sie endlich gefunden war, wurde die Fasnet, also die symbolische Puppe, auf dem Latschariplatz (der bis dahin Marktplatz hieß) auf Geheiß von Zunftmeister Sven Ketterer vor dem Rathaus aufgehängt, was Rolf Meier virtuos erledigte.
Die Stadt- und Kurkapelle unter Leitung von Hansjörg Hilser blies und trommelte, dass es eine Pracht war. Dann endlich war es soweit: Der (Noch-) Zunftmeister ließ die Horde der Roten Teufel los, die das Rathaus erstürmten. Da nutzte weder der eher harmlose Widerstand des Bürgermeisterstellvertreters noch die eher symbolische Gegenwehr einiger Gemeinderäte etwas.
Letztendlich mussten sie alle vor der geballten Schlagkraft der Teufel kapitulieren. Der riesige (symbolische) Rathausschlüssel wechselte daher von Bürgermeisterstellvertreter Reinhard Storz (da der eigentliche Bürgermeister zugleich Zunftmeister ist) in die Hände der Narren. Im Anschluss lud er alle Anwesenden zu einem Umtrunk in den handgeschnitzten Rathaussaal ein – obwohl er eigentlich soeben entmachtet worden war. Derweil führten die jungen Teufel ihren Teufelstanz auf dem Latschariplatz vor.
Nun befindet sich also das Rathaus der Wasserfallstadt fest in Narrenhand, und für fast eine Woche ist der Bürgermeister entmachtet. Er habe sich mit Händen und Füßen dagegen gestemmt, behauptete Narrenchef Sven Ketterer, dabei sah das Stadtoberhaupt eigentlich eher entspannt, ja geradezu fröhlich aus. Er wehre sich auch nicht allzu sehr, da er seinen Mitarbeitern die Fasnet gönne, gestand er.
Zeitgleich fand die Fasnetsuche auch bei der Stabhalterei Freiamt in der Unterstadt und auch bei den Oberstadtnarren statt.
Am Schmotzigen Dunschdig ziehen ab 15 Uhr die jungen und alten Narren mit der Katzenmusik durchs Städtle. Einen schauerlichen Abend beschert die Zunft ab 19 Uhr, wenn wieder rund 200 der berühmten roten Teufel mit Fackeln durch die Stadt ziehen und vor dem Rathaus mitten auf der Bundesstraße ihren schaurig-schönen Teufelstanz zelebrieren.