Nur vier Grad hatte das Wasser im kleinen Becken. Foto: Heinz Ziegelbauer

Zum zweiten Mal hatte der Betreiberverein des Höfener Freibads zu diesem besonderen Event eingeladen. Und die wagemutigen Wasserratten ließen sich auch von Wassertemperaturen nahe des Gefrierpunkts nicht aufhalten.

Ein, drei, vier, 36 und rund 80 Grad waren die markanten Temperaturen beim zweiten Höfener Eisbaden im Nachtwächterbad im Förtelbachtal. Organisiert und abgewickelt wurde es von einem Team des Betreibervereins mit etwa einem Dutzend an Mitgliedern und Helfern unter der Leitung von Jana Hess.

 

Ein Grad über Null das Wasser in der Eiswanne, drei Grad die höchste Lufttemperatur am Nachmittag, bevor die Sonne hinter dem Eiberg verschwand, vier Grad im Wasserbecken, 36 Grad im Hottub und rund 80 Grad in der mobilen Sauna, um die das letztjährige erstmalige Eisbaden jetzt bereichert und von 35 Höfenern und Gästen aus der Umgebung besucht wurde. Im Alter zwischen neun Jahren mit einem Mädchen aus Dobel und mit einem Besucher aus Höfen im Alter von mehr als 70 Jahren. Insgesamt wurde das Eisbaden von rund 75 Gästen besucht.

Rundlauf durch eiskaltes und heißes Wasser

Nach der Unterzeichnung einer Haftungsverzichtserklärung konnten die Besucher, darunter Frauen nicht nur im Badeanzug, sondern auch im Bikini, ihren Rundlauf antreten. Nach dem Aufwärmen im Hottub mit dem Eintauchen der Arme in der Eisbadewanne und einer oder zwei Runden im kleinen Becken mit vier Grad sowie danach wieder in den dampfenden Hottub mit seinen 36 Grad. Wer es noch wärmer wollte, konnte sich jetzt erstmals in die mobile (Textil)-Sauna mit ihren rund 80 Grad begeben.

Mit 36 Grad war angenehm warm es bei der Aktion im Höfener Nachtwächterbad im Hottub. Foto: Heinz Ziegelbauer

Diesen Rundlauf unternahmen einige Besucher des Eisbadens nicht nur ein einziges Mal, sondern mehrmals wie etwa Uli Eberle mit seinen zehn Durchgängen. Doch nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich war Gelegenheit zum Aufwärmen gegeben. Mit einem Stand mit Glühwein, Punsch und Feuerwurst.

Lichtblick für die Eröffung des Freibads

Die eiskalte und zugleich heiße Idee hatte Elena Hess, zweite Vorsitzende des Betreibervereins Nachtwächterbad im Förtelbachtal, bereits im vergangenen Jahr. Sie hatte die launige Vorstellung im Kreis von Vereinsmitgliedern entwickelt, die sich spontan dafür begeisterten und ihre Mitarbeit bei der Vorbereitung und Abwicklung zusicherten. Bei einer solchen Zusage konnte Elena Hess nicht mehr zurück und damit nicht anders, als die Idee vor einem Jahr erstmals zu realisieren. Damals war die Veranstaltung eine Hoffnung und ein Lichtblick für die Wiedereröffnung des Freibads. Nun gab es also die Wiederholung.