Der Gemeinderats-Ausschuss besichtigt den Hochbehälter in Weiler. Foto: Stephan Hübner

Den für 113.000 Euro sanierten Hochbehälter in Weiler nahm der Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr des Gemeinderats in Augenschein.

Laut Michael Dold, Geschäftsführer der Aquavilla, stammt das Gebäude von 1965. Ausgangspunkt für die Sanierung war, dass der Beton von Flachdach und Attika durch Wind und Wetter Schaden genommen hatte, die freigelegte Armierung zu rosten begann.

 

Das war auch in Richtung Wasserkammer der Fall, wohin die Feuchtigkeit drang, was die Wasserqualität beeinflusse.

Gegen die ursprüngliche Planung eines Pultdaches habe der Ortschaftsrat gottseidank sein Veto eingelegt, da dies das Landschaftsbild so komplett verändert hätte. Auch sei der Aussichtspunkt gigantisch.

Örtlichkeit auch für Veranstaltungen genutzt

Laut Bürgermeister Fritz Link wird die Örtlichkeit auch für Veranstaltungen genutzt, weshalb entlang der Plattform ein Geländer als Absturzsicherung angebracht wurde.

Nicht geplant war laut Dold der geforderte, aber unglaublich aufwendige Test der Zugfestigkeit des Betons. Das Gebäude wurde auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht, die Außenhaut komplett isoliert, um Schwitzwasser zu minimieren. Dadurch müssen die Luftentfeuchter nicht mehr so stark arbeiten, was Strom spart.

Winter sorgt für Verzögerungen

Eigentlich geplant war die Fertigstellung bis Januar. Der Winter machte dem aber einen Strich durch die Rechnung. Nun soll alles bis Ende Mai fertig sein.

Irgendwann in den nächsten Jahrzehnten komme auch die Sanierung des Wasserbehälters. Im Haushalt stünden noch Mittel für eine UV-Anlage, um die Wasserqualität zu erhöhen und mögliche minimale Auffälligkeiten beseitigen zu können. Eine Aufbereitung sei aber nicht nötig, es gebe keinerlei Probleme mit der Wasserqualität.

Bei einem Rundgang durchs Gebäude wurden die Wasserkammern und die darunterliegende Technik besichtigt. Foto: Stephan Hübner

Laut Link verursachte das Projekt erhebliche Mehrkosten. Die Investition von 113.000 Euro erfolgte aber, weil Weilers Wasserversorgung dauerhaft dezentral bleiben wird. Nach den Ausführungen gab es eine kleine Führung durchs Gebäude und unter die auf Stelzen stehenden Wasserkammern, die etwa 250 Tonnen tragen.