Haben die ersten Handgriffe in den neuen Räumlichkeiten für die diesjährige Besenwirtschaft im alten Sport Müller in der Uhlandstraße erledigt: die zahlreichen Akteure des BSV Schwenningen. Foto: BSV Schwenningen

Gute Nachrichten vom BSV 07 Schwenningen: Nach fieberhafter Suche hat der Verein jetzt eine neue Besenwirtschaft gefunden. Vier Tage lang soll es hier närrisch zugehen.

Burenhaus, Bären-Keller oder Aldi-Räume im Muslen-Parkhaus, zuletzt zehn Jahre lang das Beizle in der Bürkstraße: Die Besenwirtschaft des Ballsportvereins hat in Schwenningen eine jahrelange Tradition, die zur diesjährigen Fasnet zwischenzeitlich zu brechen drohte.

 

Denn fieberhaft war man seit vergangenem Herbst auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, in denen in gewohnter Manier an den Hohen Tagen in Schwenningen ausgelassen gefeiert werden sollte. Und auch Anfang des neuen Jahres noch konnten die Akteure keine positiven Nachrichten in Sachen neuem Fasnetstüble vermelden.

Mehrheit entscheidet

Erst in den letzten Wochen hatten sich – letztendlich sogar zwei – Möglichkeiten für den BSV ergeben, die für eine Besenwirtschaft in passender Lage und Größe infrage kommen sollten. Bei der erforderlichen Abstimmung sei die Wahl auf das ehemalige Sport-Müller-Haus in der Uhlandstraße gefallen, berichtet Präsident Thomas Preiser im Gespräch mit unserer Redaktion – und ist erleichtert, dass die BSV-Fasnet 2026 doch noch stattfinden kann.

Dankbar zeigt er sich indes gegenüber Hauseigentümer Zaher Zeaiter, der die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Vor ein paar Tagen haben Vorstand und Abteilungsleitung die neuen, „interessanten“ Räumlichkeiten in 1A-Lage in der Fußgängerzone genauer unter die Lupe genommen. Hatte man zunächst vor, das erste Obergeschoss in ein Stüble zu verwandeln, hatte sich im Laufe der Begehung das Erdgeschoss als Feier-Location herauskristallisiert – wegen der Deckenbeschaffenheit, so Thomas Preiser, im Erdgeschoss sei es nämlich einfacher, Lichter und Boxen zu installieren.

Mehr Platz

Klar ist für die Ballsportler: Die zur Verfügung stehenden Flächen sind groß – größer als bisher gewohnt. Das könne Fluch und Segen zugleich sein. Denn erstmal müsse man das Erdgeschoss überhaupt gefüllt bekommen, damit genügend Fasnetstimmung aufkommt. Gleichzeitig gebe es erstmals mehr Platz und Gelegenheit für (Musik-)Gruppen. „Sie dürfen gerne vorbeikommen“, lädt der Präsident ein – schließlich gehöre so etwas zu einer richtigen Fasnet dazu.

Potenzial für die Besenschaft sieht der Verein in der zentralen Lage in der Fußgängerzone. Deswegen habe man die Öffnungszeiten während der Umzüge am Fasnetsamstag und -sonntag angepasst – dann nämlich öffnet das Stüble früher als sonst.

Genug Know-how

Rund zwei Wochen ist jetzt noch Zeit, das ehemalige Sportgeschäft fasnettauglich zu machen, unter anderem eine Bar einzubauen – und dabei alle behördlichen Vorschriften einzuhalten. An Erfahrung und Know-how mangelt es den Verantwortlichen dabei gewiss nicht – und an Improvisationstalent auch nicht. Neben Vorbereitung und Aufbau sei die Bewirtung an den vier Tagen grundlegend. Hier soll wieder alles Hand in Hand gehen. „Je nach dem müssen wir aber noch das eine oder andere anpassen“, sagt Thomas Preiser gelassen, wenngleich der Helferstamm durch die Größe der Location von vornherein erweitert worden ist.

Mithilfe sicher

Und auch wenn die Location neu ist und man gespannt sei, wie viele Fasnetbegeisterte überhaupt in die Besenwirtschaft kommen, kann sich der Präsident über eines sicher sein: die Mithilfe durch den Verein, egal ob aus Vorstand, Jugendabteilung, Spieler- und Elternschaft. „So etwas auf die Beine zu stellen, formt die Gemeinschaft ungemein. Wir freuen uns alle sehr darauf.“

Die Besenwirtschaft des BSV Schwenningen

Die Öffnungszeiten
Die neue Besenwirtschaft des BSV in der Schwenninger Uhlandstraße hat am Schmotzigen, 12., und am Fasnetfreitag, 13. Februar, ab 19.07 Uhr sowie am Fasnetsamstag, 14., und am Fasnetsonntag, 15. Februar, ab 12 Uhr geöffnet. Zusätzlich wird es dort den BSV-Imbiss mit Außenverkauf sowie im Narrendorf auf dem Marktplatz die traditionelle BSV-Hütte geben.