Mit dem Frühlingsfest des HGV Pfalzgrafenweiler am 4. Mai soll der Markt nach einem Gemeinderatsbeschluss letztmals stattfinden.
Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat der Gemeinderat Pfalzgrafenweiler in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, ab dem kommenden Jahr auf den Krämermarkt im Mutterort komplett zu verzichten.
Der Markt, bei dem seit der pandemiebedingten Pause in den Jahren 2020 und 2021 die Zahl der Händler deutlich zurückging, bot zuletzt ein trauriges Bild. Während in den Jahren 2015 bis 2019 noch bis zu 25 Marktbeschicker zum Krämermarkt lockten, kamen zuletzt nur noch drei von sechs angemeldeten Händlern auf den Marktplatz. In Kombination mit dem Frühlingsfest boten sie zuletzt ein etwa gleich gelagertes Sortiment an, sagte Bürgermeister Dieter Bischoff. Aus seiner Sicht lassen sich solche Waren des täglichen Bedarfs – beim Onlinehandel bestellt – bequem nach Hause liefern.
Für das diesjährige Frühlingsfest, das sich bereits in der Planung befindet, liegen der Gemeindeverwaltung derzeit vier Bewerbungen von Marktbeschickern vor. Deshalb soll der Krämermarkt zusammen mit dem HGV-Frühlingsfest am Sonntag, 4. Mai, zum letzten Mal stattfinden.
Diskussion um Marktrecht
Bürgermeister Bischoff sprach sogar davon, das Marktrecht zurückzugeben, was Ratsmitglied Adolf Gärtner (FWV) nicht befürwortete. Gärtner schlug vor, den Personalaufwand durch Verzicht auf Standgebühren zu lösen. Bischoff sah diesen Weg, der ein wildes Aufbauen nach sich ziehe, aber nicht als zielführend.
„Trostlos“ nannten die Ratsmitglieder Kurt Kirschenmann (SPD) und Susanne Kolenko (FWV) den Krämermarkt, weshalb es keinen Sinn mehr mache, ihn abzuhalten, argumentierten sie. Wie die Mehrheit im Gremium befürworteten sie die Abschaffung.