Für eine Tiefenlochgerät-Reparatur und einen neuen Rasentraktor unterstützt die Simmersfeld den TSV und den SV Ettmannsweiler. Im Gemeinderat wurden die Anliegen erläutert.
Der TSV Simmersfeld möchte sein Tiefenlochgerät reparieren, der SV Ettmannsweiler benötigt einen neuen Rasentraktor. Über Zuschüsse für diese kostenintensiven Wünsche wurde nun im Gemeinderat beraten.
Ein neues Tiefenlochgerät würde um die 50.000 Euro kosten, „da waren wir dann sehr schnell bei der Reparatur“, erklärte Bürgermeister Jochen Stoll. Mit dem Tiefenlochgerät werden auf dem Platz Löcher gebohrt, damit dieser weiterhin wasserdurchlässig bleibt und so Pflanzen, die dann den Rasen bilden, überhaupt anwachsen können. Damit kann die Qualität des Platzes erhalten werden.
SV Ettmannsweiler hat jährliche Reparaturen
Außerdem ist der Rasentraktor des SV Ettmannsweiler in die Jahre gekommen. Der soll nun ersetzt werden, auch, „um von den jährlichen Reparaturen wegzukommen“, erläuterte der Bürgermeister.
Bei diesem Antrag blickte manch einer der Gemeinderäte kritisch auf die Kosten. Denn der Traktor kostet etwa 36.500 Euro. Würde die Gemeinde, wie es sich in den letzten Jahren eingebürgert hat, 20 Prozent davon zuschießen, wären das Kosten von 7300 Euro, beim Tiefenlochgerät 2700 Euro.
Im Gespräch war auch, ob nicht ein Mähroboter angeschaft werden könnte. Allerdings würde damit das Gebiet um den Sportplatz herum weiterhin ungepflegt bleiben. Außerdem soll das Gerät auch düngen und vertikulieren können.
Brüstle möchte zukünftig zweites Angebot
Auch in Frage stand vorab, ob sich Vereine die Geräte nicht teilen könnten. „Es muss ja nicht jeder alles komplett vorhalten“, erläuterte Stoll. Allerdings habe sich herausgestellt, dass die Zeitfenster für die Rasenpflege so klein seien, dass mehrere Geräte „einfach nötig sind.“ Gemeinderat Bernd Brüstle meinte, dass die Notwendigkeit der Geräte im Gespräch plausibel erklärt wurde. Er fragte allerdings nach einem zweiten Angebot für den Rasentraktor und plädierte dafür, dies zukünftig für einen Zuschuss zu verlangen.
„Der Vorschlag ist gut, das ist richtig. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Geschäftsbeziehung in der Vergangenheit entstanden sind“, meinte Stoll dazu.
Gemeinderätin Jessica Knödler wollte wissen, ob es verschiedene Kategorien für den Rasentraktor gebe, ähnlich dem Automarkt. Stoll erklärte, dass der SVE nachvollziehbar versichert habe, dass die gewählte Kategorie notwendig sei.
Gemeinderat Norbert Wurster brach eine Lanze für die Vereine:„Wenn wir 20 Prozent zahlen, zahlen die Vereine 80 – also das Interesse an einem vernünftigen Preisverhältnis liegt bei den Vereinen.“
Inge Münster bemängelte ebenfalls die fehlenden Angebote. „Ich sehe es heute Abend, es ist kein Vertreter der Vereine da, das enttäuscht mich“, meinte sie und kündigte an:„Ich kann dem heute auch nicht zustimmen.“
Die Förderung wurde mit zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme beschlossen.