Der hochmotorisierte BMW krachte nach einer starken Beschleunigung gegen ein eingerüstetes Haus in der Goldenbühlstraße in Villingen. Foto: Marc Eich

Ein BMW-Fahrer kracht morgens in ein Haus, ein dort angebrachtes Gerüst ist daraufhin einsturzgefährdet. Nun gibt es neue Details zum Unfall in Villingen.

Reichlich ungläubig betrachteten die Einsatzkräfte am Mittwochmorgen die Szenerie in der Goldenbühlstraße in Villingen: ein völlig zerstörter BMW, eine eingedrückte Glasfront sowie ein ramponiertes Gerüst an einem Haus. Kurz zuvor hatte sich offenbar eine Szene abgespielt, über die Augenzeugen nur den Kopf schüttelten.

 

Gegen 7.50 Uhr kam es demnach zu der verhängnisvollen Szene. Zeugen war zu dieser Uhrzeit ein BMW aufgefallen, der die Goldenbühlstraße in Richtung der Straße „Am Krebsgraben“ befuhr. An der Kreuzung zur Vockenhauser Straße habe er an der roten Ampel warten müssen, heißt es.

Kontrolle über BMW verloren

Als die Ampel auf Grün schaltete, habe der laut Polizei 47-jährige Mann „beschleunigt wie ein Irrer“. In der Folge verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen hochmotorisierten BMW M5 Competition (serienmäßig über 600 PS). Er kam links von der Straße ab und krachte nur 100 Meter nach der Ampel mit großer Wucht in die Glasfront eines eingerüsteten Hauses. Anschließend wurde der BMW abgewiesen und schleuderte zurück auf die Fahrbahn.

Die Sportlimousine wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt – dennoch hatte der Fahrer Glück, dass er bei dem Unfall nicht eingeklemmt wurde. Aufgrund der Erstmeldung wurden dennoch neben dem Rettungsdienst und der Polizei auch die Feuerwehr hinzualarmiert. Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt kam der 47-Jährige mit dem Rettungswagen ins Klinikum. Ersten Informationen der Polizei zufolge wurde er schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Schäden am Gerüst und Gebäude

Sein Manöver hatte weitreichende Folgen. Denn die Glasfront war in das Gebäude gedrückt worden, während das Gerüst an der Gewerbeimmobilie, an der derzeit Dacharbeiten stattfinden, aufgrund des Zusammenstoßes teilweise einstürzte. Für den verbliebenen Rest des Gerüsts herrschte ebenfalls Einsturzgefahr.

Wie ein Vertreter der Eigentümergesellschaft vor Ort erklärte, kam es auch im Gebäude zu Schäden. Da Heizkörper beschädigt wurden, trat auch Wasser in den Räumlichkeiten aus. „Wir müssen das Gebäude jetzt erst mal vom Statiker prüfen lassen“, hieß es. Aufgrund möglicher Statikprobleme wurde auch das Technische Hilfswerk alarmiert, um die dortige Situation zu begutachten.

Mehrstündige Sperrung

Ein Hauptaugenmerk lag auf dem Gerüst, das die Feuerwehr zunächst absicherte, bevor die beteiligten Baufirmen die Situation begutachteten. Der zuständige Gerüstbauer kümmerte sich anschließend um den Rückbau des Gerüsts. Hierzu wurde ein zweites Gerüst aufgebaut, um so einen sicheren Abbau zu gewährleisten.

Während der Maßnahmen blieb die Goldenbühlstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Technische Dienst der Stadt sperrte deshalb den Abschnitt zwischen den Kreuzungen Vockenhauser Straße und Am Krebsgraben/Richthofenstraße für mehrere Stunden.

Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Die Beamten vermuten nach ersten Informationen aber ebenfalls die „zu starke Beschleunigung“ als Unfallursache. Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht bislang nicht fest.