Bei einem starken Unwetter Anfang Juni sind Wassermassen das Dickeloch Richtung Kaiseringen hinabgestürzt – mitten in ihrem Weg lag die Skihütte des WSV Winterlingen, die dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine große Menge Schlamm und Geröll wurde dabei angeschwemmt. Foto: WSV Winterlingen

Bis zu 60 000 Euro teuer ist der Schaden, den das schwere Unwetter Anfang Juni an der Skihütte, dem Parkplatz und dem Gelände des Wintersportvereins Winterlingen (WSV) verursacht hat – wobei alles außer der Hütte über Spenden gestemmt werden muss.

Bei dem schweren Unwetter Anfang Juni sind Wassermassen das Dickeloch in Richtung Kaiseringen hinabgestürzt und haben auch die Außenanlage und Skihütte des Wintersportvereins (WSV) Winterlingen schwer beschädigt. Laut dem Vorsitzenden Gerd Reining wird die Höhe des Gesamtschadens auf 50 000 bis 60 000 Euro geschätzt.

Der Löwenanteil – etwa 35 000 Euro – dürfte auf die Skihütte entfallen, wobei Reining wie auch die Vereinsmitglieder hoffen, dass diese Summe in Gänze von der Versicherung getragen wird. „Die übrigen Kosten müssen wir selbst stemmen“, sagt er.

An Holzboden und Fliesen müssen Experten ran

Hierunter entfallen die Instandsetzung der Außenanlagen, Wiesen und Schotter-Parkplätze, die nicht mitversichert sind. Soweit keine Schäden davongetragen habe die elektrotechnische Ausstattung, darunter Lichter, Steckdosen und die Elektronik des Skilifts.

In einem Arbeitseinsatz haben die Vereinsmitglieder Reining zufolge zunächst „etliche Schubkarren“ an Schutt, Schlamm und Schotter beseitigt sowie Steine von der Wiese entfernt; im zweiten Zug wurde die Skihütte komplett ausgeräumt und das Inventar in zwei Schiffscontainern verstaut.

Als nächstes werden Angebote von Handwerkern respektive Fachbetrieben eingeholt, die mit den Holz- und Fliesenarbeiten beauftragt werden sollen. „Der Holzboden ist komplett hinüber und es ist unklar, ob darunter weitere Schäden entstanden sind“, sagt er. Derselbe Fall sei bei den Fliesen gegeben; wie es um Wände, Mauerwerk sowie Kühlschränke und Gefriertruhen steht, wird sich erst noch zeigen müssen.

Zudem ist geplant, das Gelände insofern anzupassen, dass sich ein Szenario wie jenes im Juni nicht wiederholt. „Derzeit ist die Skihütte der tiefste Punkt im Gelände“, erklärt der Vorsitzende.

In Richtung der Straße soll daher ein Teil der Erde abgetragen werden, so dass das Wasser rechts an der Skihütte vorbeifließt und auf dem Grundstück versickern kann. Auch der Parkplatz soll so hingerichtet werden, dass das Wasser nicht komplett zur Garage hin fließt – und von da aus direkt auf die Hütte zu.

Hütte soll bis Saisonbeginn wieder hergerichtet sein

„Wir hoffen, dass wir bis zum Beginn der Wintersaison mindestens den Status quo wiederhergestellt haben“, sagt er, räumt aber auch ein: Vor Mitte September sei es ferienbedingt eher unwahrscheinlich, dass die Handwerksarbeiten beginnen können.

Der Idealfall wäre, wenn das Inventar schon ab Oktober wieder in der Hütte wäre. Die Vermietung der Skihütte habe sich angesichts fehlenden Schnees nämlich zu einer wichtigen Einnahmequelle des WSV entwickelt.

„Im vergangenen Jahr haben wir die Hütte etwa 30 Mal privat vermietet; für dieses Jahr hatten wir ähnliche Reservierungszahlen“, sagte Reining. Für jede Reservierung fließen etwa 200 Euro in die Vereinskasse.

Wegen der Unwetterschäden mussten mindestens zwölf Reservierungen abgesagt werden, wobei die Versicherung signalisiert habe, den Mietausfall zu übernehmen. Auch die Idee, die Hüttenabende wiederzubeleben, müsse vorerst aufgeschoben werden.

5000 Euro wurden bislang an den Verein gespendet

Der Umstände zum Trotz sieht Gerd Reining auch das Positive: „Es wurde niemand verletzt und auch Autos sind keine zu Schaden gekommen.“

Der Verein hat ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem bisher 5000 Euro eingegangen sind – inklusive der 2000 Euro, die ihnen die Gemeinde Winterlingen zur Beseitigung der Schäden zukommen lässt.

Besonders eine Sache hat Reining sehr positiv überrascht: „Da haben manche 30, 40, 50 Euro gespendet, weil sie als Kinder oft zu uns gekommen sind und der Skilift für sie eine zweite Heimat gewesen ist.“

Weitere Infos zum Spendenkonto im Internet unter www.wsv-winterlingen.de.