Wo soll es im Leben hingehen? Die Jobs for Future gibt mögliche Antworten. Foto: Jobs for Future

Die „Jobs for Future“-Messe steht in den Startlöchern: Neben einem informativen Rahmenprogramm bekommen Job-Suchende Einblicke in verschiedene Branchen und können direkt am Messestand mit den potenziellen neuen Arbeitgebern in Kontakt treten

Nach zwei Pandemiejahren findet in dieser Woche die Berufsmesse Jobs For Future statt – wieder wie gewohnt, ohne Einschränkungen oder Auflagen.

Dabei wolle die „Jobs For Future“ nach Angaben der Messe-Geschäftsführung Jan Goschmann eine Anlaufstelle „für alle Stationen des Berufslebens“ darstellen. Rund 270 Aussteller werden sich dafür vom 2. bis 4. März auf dem Schwenninger Messegelände einfinden, um sich und ihr Berufsfeld zu präsentieren.

Die Hürden auf dem Arbeitsmarkt seien schwierige, für Arbeitnehmer doch auch für Arbeitgeber. Der Fachkräftemangel muss bewältigt werden, so Henriette Stanley, Geschäftsführerin bei der Wirschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg. So wende sich das Blatt: Mittlerweile müssen sich Arbeitgeber bei den Arbeitnehmern regelrecht „bewerben“.

Landratsamt als Kooperationspartner vertreten

Auch das Landratsamt Schwarwald-Baar-Kreis kenne den Fachkräftemangel – bei 1100 offene Stellen seien 90 derzeit unbesetzt, wie Patricia Ehret verlauten lässt. Dieser Mangel könnte sich in Zukunft verstärken, viele Kollegen stehen nämlich vor dem Ruhestand. „Wir müssen uns ranhalten“, so das Fazit der Hauptamts-Leiterin beim Landratsamt.

Ebenso wie die Handwerkskammer Konstanz und die Kreishandwerkschaft Schwarzwald-Baar – auch sie kämpfen um Fachkräfte. „Jeder sucht Leute“, so Rainer Wagner, Geschäftsführer bei der Kreishandwerkschaft. Gerade im Handwerk gelte es, Vorurteile auszutreiben: „Das Handwerk ist nicht nur schmutzig, ohne ausreichend Gehalt“, stellt Rainer Wagner klar.

Angebote für Eltern

Neben Abiturienten und Ausbildungssuchenden sollen vor allem auch Eltern auf der „Jobs for Future“ angesprochen werden, denn diese seien laut Wolf-Dieter Bauer von der IHK ein wichtiger Faktor für die Berufswahl bei jungen Menschen. So werden am Samstag „Scout“-Touren für Eltern ab 9.30 Uhr angeboten. Dabei handelt es sich um geführte Touren über die Messe, bei denen die Eltern Informationen der Aussteller erhalten können. Wer dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, ist angehalten sich über folgenden Link anzumelden: www.wissenswerkstatt-schwarzwald-baar.de/programm/jugendliche/signup/201/

Bunte Buttons zeigen Interesse

Als Besucher kann man sich darüber hinaus Buttons ankleben, damit die Aussteller direkt wissen, für welche Branche man sich interessiert und auf die Jobsuchenden zugehen können. Blau steht dabei für den Technik-Bereich, grün für die Natur, gelb für soziale Berufe und das lilane Fragezeichen für Unentschlossene.

Es bleibe zu betonen, so Jan Goschmann, dass die diesjährige „Jobs for Future“ nicht nur für junge Leute ein Angebot bietet: „Der Trend geht immer weiter zu Quereinsteigern“, sagt Goschmann. Egal ob Fachkraft, Quereinsteiger, Studierende, Schüler, Arbeitgeber oder Leute im Berufsleben, die sich umorientieren wollen – die „Jobs for Future“ soll zu einem Treffpunkt für Besucher und Aussteller werden – zum Netzwerken, Kontakte knüpfen und um Berufe live und interaktiv zu erleben.

Rahmendaten

Die „Jobs for Future“
findet vom 2. bis 4. März jeweils von 9 bis 17 Uhr statt. Der Eintritt sowie das Parken sind kostenfrei. Weitere Informationen zu Ausstellern und mehr findet sich auf der Internetseite unter www.jobsforfuture-vs.de.