Informieren über die Berufsinformationsbörse (von links): Bürgermeister Peter Schelshorn, Michael Jenisch, Susanne Daniel (beide Rotary Club Schopfheim-Wiesental), Rebecca Ariello (Gymnasium Schönau) und Annette Jehle (Agentur für Arbeit). Foto: Christoph Schennen

Viele Schulabgänger wissen nicht, was sie nach der Schule machen wollen. Die Berufsinformationsbörse bringt sie zusammen mit Männer und Frauen, die ihnen ihr Beruf vorstellen können.

Es gibt so viele Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, das einem schwindlig wird. Da trifft es sich gut, dass am Samstag, 22. November, wieder eine Berufsinformationsbörse im Schönauer Gymnasium (9.30 bis 13 Uhr) stattfindet. Sie wird zum neunten Mal organisiert vom Rotary Club Schopfheim-Wiesental und erstmals von ihrem Mitglied Susanne Daniel.

 

Michael Jenisch, Susanne Daniel (beide Rotary), Annette Jehle (Agentur für Arbeit), Rebecca Aiello (Koordinatorin Berufsorientierungsmaßnahmen am Gymnasium Schönau) und Bürgermeister Peter Schelshorn haben am Mittwoch das Programm der Veranstaltung, die alle zwei Jahre stattfindet, vorgestellt.

Jeweils ein Vertreter einer angesagten Berufsstands – Architekt, Polizist, Jurist, Physiotherapeut, Zoll-Beamter, Wirtschaftsingenieur, Lehrer, Handwerker und andere – stellte 25 Minuten lang seinen Beruf vor und auch die Anforderungen, die an die Bewerber gestellt werden. Im Anschluss können, wenn es die Zeit erlaubt, auch Fragen an die Referenten gestellt werden. „Die Vorträge“, sagt Annette Jehle, „geben einen Einblick in den Alltag nach dem Studium.“ Vor der Programmzusammenstellung sind die Organisatoren in die Klassenstufen gegangen, um zu fragen, welche Berufe sie interessieren.

Infostände von Hochschulen

Außerdem können sich Schüler und Eltern an den Infoständen verschiedener Hochschulen (Universitäten Basel und Freiburg, Hochschule Furtwangen, Duale Hochschule Baden-Württemberg) und Institutionen über deren Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Die Berufsinformationsbörse richtet sich an Schülerinnen und Schüler der achten bis zwölften Klasse. Man muss kein Schüler des Schönauer Gymnasiums sein, um daran teilnehmen zu dürfen.

Bürgermeister Peter Schelshorn hob bei der Vorstellung des Programms den Wert der Bildung hervor. Auf dem Gymnasium würden Schüler auf ein Hochschulstudium vorbereitet, aber eine Ausbildung im Handwerk sei mindestens genauso gut. „Wir brauchen Handwerker.“ Viele Gymnasiasten würden nach dem Schulabschluss (erst einmal) einen praktischen Beruf ergreifen. Wichtig sei es, so Schelshorn, „einen Beruf auszuwählen, der einem Spaß macht.“

Anregung zur Selbstreflexion

Im Programm integriert ist auch ein Austausch mit ehemaligen Schülern des Gymnasiums, die davon berichten, wie ihre Ausbildung, ihr Uni- oder Fachhochschulstudium läuft. Rebecca Aiello sagte, die Veranstaltung rege an zur Selbstreflexion. „Bei der Berufsauswahl ist die Auseinandersetzung mit sich selbst wichtig“, sagte die Lehrerin. Jeder müsse sich beispielsweise die Frage beantworten, wie seine Fähigkeiten zu dem passen was an Möglichkeiten in der Wirtschaft vorhanden sei.

Susanne Daniel wies auch auf die Liste hin mit Ansprechpersonen der einzelnen Firmen, an die man sich wenden kann, wenn man ein Praktikum machen will.

Peter Schelshorn sagte, die Veranstaltung diene dazu, den Schülern die Hemmschwelle zu nehmen, in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern zu kommen. Er hat festgestellt, dass 90 Prozent der Besucher bis zum Schluss bleiben – was eine Beweis ist, dass die Veranstaltung wichtig ist.