Kurz vor der Bundestagswahl gibt es am Beruflichen Schulzentrum die Juniorwahl am Hechinger BSZ. Bei den Schülern kommt der Urnengang gut an.
Insgesamt 7210 Schulen nehmen bundesweit am Projekt Juniorwahl teil – auch das Berufliche Schulzentrum Hechingen (BSZ) ist mit dabei. Den Schülern wird dabei die Möglichkeit gegeben, eine echte Wahl zu simulieren – inklusive Wahlkabine. Denn die Juniorwahl findet unter realistischen Bedingungen statt: mit Stimmzetteln und einer Auszählung des Ergebnisses. Der Unterschied zur echten Bundestagswahl: Bei der Juniorwahl dürfen alle Schüler wählen, auch diejenigen, die noch nicht volljährig sind oder keine deutsche Staatsbürgerschaft haben. Ziel ist es laut der Schule, das Bewusstsein für demokratische Prozesse zu schärfen und junge Menschen frühzeitig für Politik zu begeistern.
Politische Programme und Wahlgrundsätze im Unterricht behandelt
„Die Juniorwahl ist eine wertvolle Erfahrung für unsere Schülerinnen und Schüler. Sie lernen nicht nur, wie eine Wahl abläuft, sondern setzen sich auch vorab im Unterricht mit politischen Themen auseinander. Gerade in Zeiten politischer Herausforderungen ist es wichtig, jungen Menschen die Bedeutung von Wahlen als hohes Gut der Demokratie zu vermitteln“, erklärt Schulleiter Arndt Bayer zur Wichtigkeit der Juniorwahl.
Begleitet wird die das Projekt von den Lehrkräften, die die Schüler im Unterricht vorbereiten: Dabei werden politische Programme, Wahlgrundsätze und die Bedeutung von Wahlen für die Demokratie diskutiert. „Natürlich ist die Wahl frei, wir zwingen niemanden daran teilzunehmen“, versichert Alexandra Rothweiler, die die Juniorwahl gemeinsam mit ihren Kollegen Christoph Müller und Alexander Storz organisiert. „Wir hoffen natürlich darauf, dass auch am Sonntag unsere bereits wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen“, so Rothweiler.
Angebot kommt bei den Schülern gut an
Bei den Schülern kommt das Angebot laut einer Mitteilung der Schule gut an: „Ich finde es toll, dass alle wählen dürfen“, meint etwa die aus der Ukraine stammende Agnessa Hordiienko. „Ich bin schon darauf gespannt, wie die anderen Jugendlichen der Schule gewählt haben.“ Bersan Deger wiederum wird am 23. Februar das erste Mal an einer Bundestagswahl teilnehmen: „Die Junior-Wahl ist eine tolle Sache, weil man sich schon vorab mit dem Ablauf der Wahl vertraut machen kann. Ich denke, viele Erstwähler haben dann weniger Angst bei der echten Wahl teilzunehmen“.
Das Gesamtergebnis der Juniorwahl, die bis zum 21. Februar läuft, wird auf www.juniorwahl.de veröffentlicht. Wie die Schüler des BSZ genau abgestimmt haben, wird in der Schule selbst bekannt gegeben.