Jugendliche und Berufswahl? Wo es Probleme gibt erklärte die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.
Mehr als 100 Eltern machten sich trotz eisigen Wetters auf den Weg zum Campus Freudenstadt – die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim und das Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald hatten zu einem etwas anderen Elternabend eingeladen.
Es ging um ein Thema, das in vielen Familien für Gesprächsbedarf sorgt: die Pubertät und ihre Bedeutung für die Berufswahl. Matthias Jung, Diplompädagoge, Spiegel-Bestsellerautor („Chill-mal“ und „Immer darf ich alles nie“), Familien-Coach und Komiker, brachte den anwesenden Eltern das Thema „Pubertät trifft Beruf“ näher.
„Die einflussreichsten Berufsberaterinnen und Berufsberater sind Sie“, betonte die Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann, laut einer Pressemitteilung.
Pubertät ist keine Krise
Die Berufswahl sei eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben, in der Regel überfordere die große Zahl an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten die Jugendlichen. Genau hier setze die Berufsberatung der Agentur für Arbeit an. „Unsere Berufsberaterinnen und -berater helfen jungen Menschen, ihre Stärken zu erkennen, passende Wege zu finden und eine fundierte Entscheidung für ihre Zukunft zu treffen“, betonte Lehmann.
Dann betrat Matthias Jung die Bühne. Er ist ebenfalls Vater zweier Kinder, sein Sohn befindet sich aktuell genau in der pubertären Phase. Mit humorvollen Beispielen aus seinem eigenen Leben und klaren Botschaften zeigte Jung laut Mitteilung auf, dass die Pubertät keine Krise, sondern eine normale Entwicklungsphase ist.
Verständnis und Geduld von Eltern gefordert
Eine Zeit, die vor allem Verständnis, Geduld und eine verlässliche Haltung der Eltern erfordere. Besonders im Hinblick auf den Übergang in Ausbildung und Beruf sei es wichtig, Orientierung zu geben, ohne den Jugendlichen die Eigenständigkeit zu nehmen.
Am Ende gingen die Eltern mit einem Lächeln, neuen Erkenntnissen und mehr Gelassenheit nach Hause. Ganz nach dem Motto von Matthias Jung: „Chill mal – das wird schon.“