Bürgermeisterin Jessica Lang würdigt das Wirken mit Herzblut von Bernd Reinke Foto: Gemeinde Maulburg

Bernd Reinke wurde von der Bürgermeisterin in Maulburg verabschiedet. Warum er so beliebt war.

Er war Wassermeister und Schulhausmeister, ein langjähriger und geschätzter Kollege. Bei der Verabschiedung wurde er von der Bürgermeisterin gewürdigt.

 

Verabschiedet werde heute nicht einfach einen Mitarbeiter. „Wir verabschieden jemanden, der unsere Gemeinde über Jahrzehnte hinweg mit geprägt hat.“ Bernd Reinke habe dafür gesorgt, dass immer alles im Fluss bleibt.

Solide Grundlage

Jessica Lang erinnerte an seinen Werdegang. Reinkes beruflicher Weg begann von 1977 bis 1981 mit der Ausbildung zum Maschinenschlosser – eine solide Grundlage, wie sich später noch sehr oft zeigen sollte. Nach dem Wehrdienst arbeitete er als Facharbeiter bei der Firma Rotzler in Steinen bis 1986. Doch offenbar war schnell klar: Der Weg sollte zurück in die Heimat führen.

1986 fand er seinen beruflichen Weg nach Maulburg – zunächst als Facharbeiter bei Endress + Hauser. 1989 bewarb er sich dann bei der Gemeinde als Gemeindemitarbeiter mit Schlossererfahrung – handschriftlich. Seine Begründung: „…damit ich auf diesem Wege etwas zum Wohl meiner Heimatgemeinde tun kann.“ Und genau das habe er getan, so Jessica Lang – über Jahrzehnte hinweg.

Großes Fachwissen

Am 1989 war er als Gemeindemitarbeiter und stellvertretender Wassermeister tätig. Schon kurz darauf begann seine Weiterbildung zum Wasserwärter. 1997 übernahm er das Amt des Wassermeisters. „Von da an lag die Verantwortung für unsere gesamte Wasserversorgung in Ihren Händen: Hochbehälter, Leitungsnetze, Brunnen, Hausanschlüsse, Wartung, Kontrolle, Materialplanung – kurz gesagt: alles, was nötig ist, damit aus jedem Wasserhahn zuverlässig sauberes Wasser kommt“, sagte die Bürgermeisterin.

Sorgenfrei in Maulburg

„Dass es bei uns so selten Anlass zur Sorge gab, war Ihr Verdienst.“ Bei einem Rundgang habe sie selbst seine Fachkenntnis erleben können. „Solche Einblicke bekommt man nicht aus Akten, sondern nur von Menschen, die ihre Aufgabe mit Herzblut leben.“ Zahlreiche Fortbildungen hätten seinen Weg begleitet.

2013 feierte Bernd Reinke 25-jähriges Dienstjubiläum bei der Gemeinde Maulburg.

Beruflicher Neuanfang

2023 folgte dann noch einmal ein beruflicher Neuanfang: Mit dem Änderungsvertrag wechselte Reinke in den Hausmeisterpool und wurden an der Wiesentalschule eingesetzt. Offiziell für die Schule zuständig, inoffiziell jedoch gefühlt für die halbe Gemeinde, so Lang. „Schulen, Kitas, Einrichtungen: Überall hieß es irgendwann nur noch: ,Fragt Herrn Reinke, der hilft bestimmt.’“

Stets hilfsbereit

So habe man ihn immer freundlich erlebt, nie ein Nein, stets hilfsbereit. „Man konnte richtig sehen, wie sehr Sie in dieser neuen Rolle aufgegangen sind.“ Auch im Personalrat habe er Verantwortung übernommen und sich für Kollegen eingesetzt.

Altersteilzeit

Am 24. Februar 2025 stimmte der Gemeinderat seinem Antrag auf Altersteilzeit im Blockmodell zu. Am 1. März begann seine Freistellungsphase – der wohlverdiente Übergang in einen neuen Lebensabschnitt.

„Sie waren weit mehr als Wassermeister oder Hausmeister. Sie waren Problemlöser, Ansprechpartner, Helfer, Ruhepol – und für viele einfach der Mensch, den man anruft, wenn etwas gebraucht wird. Sie haben das erfüllt, was Sie 1989 selbst als Ziel formuliert haben: etwas zum Wohl Ihrer Heimatgemeinde zu tun.“