Proteste vor dem AKW Beznau Foto: Bieri

Bis zum Jahr 2034 sollen sämtliche Atomreaktoren im Nachbarland vom Netz gehen.

Von Ralf Deckert
 
Bern/ Freiburg. Der Schweizer Bundesrat hat gestern den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Drei zuletzt geplante Reaktoren werden nicht mehr gebaut. Das letzte der fünf AKW im Land soll 2034 vom Netz gehen.
 
Der Umweltverband BUND in Freiburg hat diese Vorgehensweise als »skandalös« kritisiert: Vor allem die Tatsache, dass der älteste Druckwasserreaktor der Welt, das grenznahe AKW Beznau I, noch bis 2019 Strom produzieren soll, stößt übel auf: »Ein schwerer Atomunfall oder ein Anschlag auf das altersschwache AKW Beznau würde die Schweiz unbewohnbar machen«, so Axel Mayer, Geschäftsführer des BUND-Regionalverbands Südlicher Oberrhein.
 
EU-Energiekommissar Günther Oettinger kündigte gestern an, dass die Europäische Union erstmals alle Kernkraftwerke kollektiv auf ihre Sicherheit testen wird.