Der geschäftsführende Vorstand Adrian Steiner präsentierte die Zahlen aus dem Jahr 2023. Nennenswert waren unter anderem die Marktschließung in Durbach und das Wetter mit großen Auswirkungen. Foto: Kron

Bei der 84. Generalversammlung der Raiffeisen Kinzigtal wurde der Bericht zum Geschäftsjahr 2023 abgeben. Trotz leichter Umsatzsteigerung zeigten sich die Verantwortlichen nicht zufrieden. Auch die Prognosen für 2024 sind nicht vielversprechend.

In der Festhalle von Wolfach fand am vergangenen Mittwoch die Generalversammlung der Raiffeisen Kinzigtal eG statt. Adrian Steiner, der geschäftsführende Vorstand, trug der Versammlung den Bericht des Geschäftsjahres 2023 vor. Trotz Anpassungen und Bemühungen konnte der negative Wirtschaftstrend nicht vollständig aufgefangen werden. „Der Umsatz von 2023 ist ein ernüchterndes Resultat“, kommentierte Steiner. Der Gesamtumsatz stieg leicht um 0,4 Prozent auf 14 840 000 Euro.

 

Rückblickend auf die letzten fünf Jahre, zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg. Die Umsätze der einzelnen Märkte verzeichneten jedoch Rückgänge von 0,9 bis 12,2 Prozent – mit Ausnahme von Schapbach, der einen Anstieg von 3,2 Prozent verzeichnete. Besonders drastisch war der Rückgang in Durbach mit 12,2 Prozent, wo der Markt zum Ende des Jahres geschlossen wurde.

Im Großhandel konnte die Raiffeisen Kinzigtal leichte Zuwächse verzeichnen. Die Umsätze in der Gastronomie stiegen um 0,2 Prozent, bei Firmen um 0,3 Prozent und bei Vereinen um 54,5 Prozent.

Feste laufen wieder an und bringen Umsatz

Vereinsgaststätten konnten ebenfalls einen Zuwachs von 17,6 Prozent verbuchen. Steiner führte diese positive Entwicklung auf die Wiederaufnahme von Festen und Veranstaltungen zurück.

630 Mitglieder hielten 2023 insgesamt 857 Anteile. Die Geschäftsguthaben betrugen 511 320 Euro, davon 7 815 Euro von ausscheidenden Mitgliedern. Die Mitarbeiterzahl lag 2023 durchschnittlich bei 104, darunter 50 Vollzeit-, 20 Teilzeitangestellte, 28 Aushilfen und fünf Auszubildende.

Steiner skizzierte die Herausforderungen für das laufende Jahr 2024, wobei er hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und zunehmende Bürokratie als Beispiele nannte. „Die Politik, die gemacht wird, geht an der Realität vorbei. Es gibt keine Anzeichen, dass es besser wird“, sagte Steiner. Bis zum 30. Juni 2024 erreichte der Gesamtumsatz 6 952 848 Euro, was einem Rückgang von drei Prozent entspricht. Besonders der Juni war aufgrund des Wetters von Umsatzeinbrüchen betroffen.

Im Anschluss präsentierte Klaus Doll als Vorsitzender die Tätigkeiten des Aufsichtsrats und die gesetzliche Prüfung des Geschäftsberichts.

Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls vorgenommen. Dies übernahm Mitglied Manfred Schafheutle. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Arbeit und entlastete mit den anwesenden Gästen sowohl den Vorstand als auch den Aufsichtsrat einstimmig.

Zwei Wiederwahlen gab es im Aufsichtsrat

Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl des Aufsichtsrats. Klaus Doll und Andreas Kasper ließen sich erneut aufstellen und wurden einstimmig gewählt. Beide bedankten sich für das Vertrauen und nahmen die Wahl an.

„Wer jemanden kennt, der nichts zu schaffen hat, der soll ihn zu uns schicken – da gibt es immer was zu tun“, schloss Vorstandsvorsitzender Thomas Dieterle den offiziellen Part der Versammlung.

Bilanzkennzahlen

Die Bilanzkennzahlen für 2023 lauten: Bilanzsumme: 5,95 Millionen Euro Anlagevermögen: 2,73 Millionen Euro Investitionen: 241 623 Euro Eigenkapital: 3,05 Millionen Euro Warenvorräte: 1,90 Millionen Euro Bilanzgewinn: 32 894 Euro