Auch bei dem Einsatz in Leinstetten wurde die Trage benötigt (Symbol-Foto). Foto: Bergwacht

Die Bergwacht rettete eine abgestürzte Person bei Leinstetten aus einer misslichen Lage.

Zu einem umfassenden Rettungseinsatz ist es am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr in Leinstetten gekommen.

 

„Wir wurden alarmiert, dass eine Person etwas sechs Meter einen Steilhang heruntergestürzt sei“, berichtet Dominik Weiss, Leiter der Rottweiler Bergwacht.

Trage wird benötigt

Unverzüglich rückten die ehrenamtlichen Retter aus – und zwar mit drei Fahrzeugen und neun Kameraden. Da die Feuerwehr Dornhan für eine zügige Einweisung sorgte, konnten sich die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens schnell ein Bild der Lage machen.

„Die Person war leicht verletzt, aber ansprechbar und wurde vom Rettungsdienst versorgt“, schildert Weiss die Situation weiter. Der Zugang wurde von der Feuerwehr geschaffen und die betroffene Person mit der Trage der Bergwacht nach oben geholt. Dort wurde sie dem Rettungsdienst übergeben.

Reibungslose Zusammenarbeit

„Es waren keine großen Entfernungen“, erklärt der Bergexperte. Doch habe die vorhandene Steilhanglage eben die Seiltechnik-Sicherung der Bergwacht nötig gemacht.

„Es ist sozusagen ein Standardeinsatz für uns gewesen, der nach gut 45 Minuten beendet war“, kommt er auf das zügige Arbeiten und die reibungslose Kooperation zwischen Polizei, Feuerwehr Rettungsdienst und Bergwacht zu sprechen.

Hilfe aus ganzer Umgebung

So war neben der Bergwacht Rottweil auch der Rettungsdienst Freudenstadt sowie der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes Rottweil vor Ort.

Neben der Feuerwehr Dornhan halfen auch die Kollegen der Abteilung Leinstetten, um der verunglückten Person schnelle Hilfe zu leisten.

Große Bandbreite an Einsätzen

Dieser Einsatz war nicht der einzige für die Höhenretter. So sei man in diesem Jahr bereits zu rund 30 Einsätzen ausgerückt, nennt Ralf Banholzer, stellvertretender Leiter der Bergwacht, eine Größenordnung.

Die Bandbreite reiche dabei von verunglückten Wanderern und Mountainbikern über Arbeitsunfälle von Forstarbeitern bis hin zu komplizierten Rettungen an Baukränen, Türmen oder Brücken.

Wöchentliches Training

Damit die Menschen in Dornhan, Rottweil und Umgebung auch bei Unfällen in unwegsamen Gelände auf professionelle Hilfe rechnen können, engagieren sich derzeit 28 ehrenamtlich Mitglieder, davon 18 als vollausgebildete Höhenretter.

Fast jeden Montag treffen sie sich zum Üben – ein wichtiger Baustein für die Koordination und den Ernstfall, wie etwa in Leinstetten.