Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind die häufigste Unfallursache beim Bergwandern. (Symbolfoto) Foto: Matthias Bein/dpa

Am Wochenende ist eine deutsche Touristin bei einer Bergtour in Südtirol abgestürzt und ums Leben gekommen. Immer wieder sterben Bergsteiger in den Alpen - auch Wanderer aus der Region verunglückten dort in der Vergangenheit tödlich.

Im August 2019 stürzt ein 21-jähriger Mann aus Oberndorf beim Bergsteigen in Vorarlberg 250 Meter in die Tiefe. Beim Klettern an der Ostwand der Kanisfluh in Au platziert der Mann einen Klemmkeil und sichert sich selbst an diesem. Als er sich abseilen will, löst sich der Klemmkeil und der 21-Jährige fällt in den Tod

Im August 2018 rutscht ein 57-Jähriger aus Baden-Württemberg bei der Überquerung eines Baches in den Zillertaler Alpen auf einem nassen Stein aus und stürzt 150 Meter in die Tiefe. Seine Leiche wird eher zufällig gefunden, als an der Stelle nach einem anderen verunglückten Deutschen gesucht wird. Auch dieser Bergsteiger wird tot geborgen.

Im selben Jahr kommt ein 29-jähriger Seedorfer in Vorarlberg auf dem Ostgrat ums Leben. Der 29-Jährige will sich beim Abstieg von einem Felsen Abseilen, als sich ein Sicherungshaken löst. Er stürzt etwa 400 Meter tief auf das darunter liegende Schotterkar. Sein 24 Jahre alter Kletterpartner bleibt unverletzt und erleidet einen Schock.

Zwei Bergsteiger aus Lahr verlieren im August 2017 bei einem Unwetter in den französischen Alpen ihre Leben. Die beiden Brüder, 40 und 42 Jahre alt, wollen einen Gipfel im MontBlanc-Massiv besteigen, als sie von einem schweren Unwetter überrascht werden. Sie erfrieren.

2010 verunglückt ein 42-jähriger Lehrer aus Albstadt-Ebingen gemeinsam mit einem Kollegen auf einer Bergtour im Zugspitzgebiet. Die beiden aneinander angeseilten Männer stürzen an der Südseite des Grats, unterhalb der Vollkarspitze, ab. Der genaue Unfallhergang bleibt unklar.

Zwei weitere Männer verunglücken 2010: Ein 50-jähriger Bergsteiger aus Fluorn-Winzeln und sein 45-jähriger Begleiter aus Schramberg-Sulgen stürzen am Diechterhorn in den Urner Alpen über ein steiles Schneefeld ab. Auch bei diesem Unfall bleibt der genaue Hergang im Dunklen. 

DAV gibt Sicherheitstipps

Laut Website des Deutschen Alpenvereins (DAV) verletzten sich die meisten DAV-Vereinsmitglieder beim Bergwandern. Unfälle beim Bergwandern machten mit knapp einem Drittel den größten Teil aller Meldungen in der DAV-Bergunfallstatistik aus. Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind dabei die häufigste Unfallursache. Dahingehend gibt der Verein zahlreiche Tipps, um in den Bergen (noch) sicherer unterwegs zu sein.