Im Käfig wird beim Sieben-Meter-Turnier der Bergli-Hexen in der Mehrzweckhalle Riedböhringen mit dem Ball scharf geschossen. Foto: Hans Herrmann

Wenn die Riedböhringer Bergli-Hexen zum Sieben-Meter-Turnier bitten, wird aus der Mehrzweckhalle ein echter Hexenkessel.

Beim Sieben-Meter-Turnier der gastgebenden Bergli-Hexen verwandelte sich am Samstag, 3. Januar, die Riedböhringer Mehrzweckhalle in einen echten Hexenkessel. 23 Mannschaften gaben ihr Bestes und schossen um die Wette.

 

Als Turniersieger setzten sich die Schützen vom „FC Kärcher – Wir putzen alle weg“ als viel umjubelter Champion durch. Sie machten ihrem Namen Ehre und glänzten mit sauberer Schusstechnik. Der „Lecker-Bierchen-Club – Wolfbachrollis Pfaffenweiler“ sowie der SC Heidenpilz vervollständigten das Siegespodest.

Bei närrischer Stimmung war das Dabeisein jedoch alles. Die Teilnehmer kennen sich gut, und in dem bunten Mix aus unterschiedlichen Gruppen werden viele Freundschaften gepflegt.

Die Fans standen beim Sieben-Meter-Schießen außerhalb des Sicherheitsnetzes Spalier. Foto: Hans Herrmann

Aus dem fünfköpfigen Führungsteam der Gastgeber Bergli-Hexen, zeigte sich Christoph Müller bestens aufgelegt. „Mit der Resonanz können wir bei großartiger Stimmung sehr zufrieden sein“, zog er ein erstes Resümee.

Die Halle bot mit dem Bierrondell, der Bar sowie dem abgesteckten Käfig, in dem der Wettbewerb stattfand, jede Menge Abwechslung. Auch der Küchendienst hatte den ganzen Abend mit der Zubereitung schmackhafter Gerichte alle Hände voll zu tun.

In der Turnierleitung bewiesen Felix Andräss und Laurin Föhrenbacher Kompetenz und organisierten einen reibungslosen Ablauf.

Das Team „Hahn im Korb“ war beim Schießen und Feiern in Riedböhringen mittendrin. Von links: Carla Schey, Lorena Münzer, Raphael Bäurer, Kathrin Klein und Carolin Geiger. Foto: Hans Herrmann

Im abgesicherten Käfig ging es mit den Kunstschützen Schlag auf Schlag. Ohne großen Anlauf auf die kleinen Handballtore war eine gute Trefferquote nicht so einfach. Auch zahlreiche Frauen waren beim Turnier dabei.

Viele befreundete Zünfte

Zu einem ersten Einstieg in die fünfte Jahreszeit waren auch viele befreundete Zünfte gekommen. Mit den Wutach Hexen, den Biesenbach-Hexen, den Burghexen und den Buchberg-Trollen fanden einige Zünfte aus der Kernstadt den Weg – ob mit oder ohne Besen – in die Riedböhringer Halle.

„Mit der Resonanz können wir bei großartiger Stimmung sehr zufrieden sein“, sagt Christoph Müller aus dem Vorstandsteam der Riedböhringer Bergli-Hexen. Foto: Hans Herrmann

Mit dem Heimvorteil bewiesen lokale Formationen wie die VfL-Herren, der Schützenverein, der Musikverein, der Narrenrat oder auch die Dortmunder Jungs lebhaften Schwung. So entwickelte sich diese neunte Ausführung des Sieben-Meter-Turniers wieder zu einem Volltreffer.

Die Stimmung kocht

Zu später Stunde kochte die Halle fast über und bei stimmungsvoller Musik aus der eigenen Anlage wurde so mancher Hüftschwung geprobt. Für die ehemalige Fußballikone der SG Riedböhringen/Fützen, Jörg Fetz, der für die Blumberger Narrenzunft „Buchberg-Trolle“ ins Häs schlüpft, war es eine rundum gelungene Fete. „Hier trifft man viele alte Bekannte und alle starten mit bester Laune ins neue Jahr“, berichtete er mit Freude über die vielen Begegnungen.

Als nach den vier Vorrundengruppen über die K.O.-Runden der Turniersieger feststand, nahm die Party weiter Fahrt auf. Mit etwa 20 Engagierten waren die Bergli-Hexen vor Ort, um Wettbewerb und Feierlichkeiten umzusetzen. Teams mit Mannschaftsnamen wie „Jedes Bier zählt“, „Dynamo Tresen“ oder „FC Hahn im Korb“, bei dessen Mannschaft neben dem männlichen Gockel im Tor, nur junge Damen am Ball waren, sprühten vor Freude und mischten das Geschehen kräftig auf.

Narrenfahrplan

Zum Nachtumzug
Mit einem großen Narrentreffen, bei dem sich die Bergli-Hexen im vergangenen Jahr 2025 zu ihrem 35-jährigen Bestehen als perfekte Gastgeber vorstellten, erwarb sich die ständig wachsende Gruppe viel Reputation. Mit rund 100 Aktiven und zusätzlichen 40 Kindern kann die Hexenzunft auf geballte Kraft bauen. Am Freitag, 9. Januar, wird offiziell beim Nachtumzug in Döggingen im Häs in die Kampagne 2026 gestartet. Für den Besuch von weiteren sechs Treffen sowie zum Finale am Fastnachtssonntag-Umzug in Donaueschingen und die abschließende Gestaltung des Rosenmontags in Riedböhringen werden alle Kräfte gebündelt.