Bestens besucht war der zweite Festtag des Bergfests in Tannenkirch. Foto: Gudrun Gehr

Drei Tage Höchstleistung verlangte das diesjährige traditionelle Bergfest den zahlreichen Helfern der Festgemeinschaft Tannenkirch ab.

Die IG Festgemeinschaft unter Leitung von Musikverein-Vorständin Isabell Dyballa und den Fördervereins-Kolleginnen Celine Rosskopf (Musikverein Tannenkirch) und Birgit Ludin (Crescendo) ist seit dem „Bergputz“ an Fronleichnam voll eingespannt.

 

Dyballa erzählt: „Ab Fronleichnam haben wir mit Reinigungs- und Ausmäharbeiten am Festplatz begonnen“. Innerhalb der letzten Tage begann der Start mit dem Aufbau des Festplatzes und des Bier- und Weinbrunnens, während die Vereinsfrauen die leckeren Schaschlikspieße vorbereiteten. Hilfe kam obligatorisch aus dem Dorf, die Kuchentheke zeigte sich wieder einmal bestens gefüllt.

Freude über die große Helferschar

Dyballa ist froh, dass eine große Helferschar sie bei der Durchführung des Fests unterstützt. Sie sagte: „Während der drei Tage bis Montag haben wir rund 150 Helfer im Einsatz, diese sind in etwa 200 Schichten tätig“. Bei Anfragen um Mithilfe sei bislang kaum eine Absage gekommen. Die Organisation des Einsatzplanes erfolge in bewährter Weise durch Birgit Ludin und Stefanie Langendorf.

Der Feststart erfolgte am Samstag Abend pünktlich um 18 Uhr. Die Festgesellschaft hatte nunmehr noch Zeit, sich dem umfangreichen Speisenangebot rund um Gegrilltes, Salatteller, Schinken- und Käsebaguettes zu widmen. Schnell füllte sich der Festplatz im lauen Sommerabend. Zu den Wetterbedingungen meinte Dyballa : „Besser geht nicht“.

Geballte Sommerhitze bleibt im Tal

Tatsächlich wehte oben auf dem Berg ein laues Abendlüftchen und ließ die geballte Sommerhitze im Tal zurück. Natürlich gehört zum vertrauten Bergfest jede Menge Blasmusik. Die Vereine ließen sich nach Auskunft von Dyballa nicht lange zum Auftritt bitten. Glücklich war man über den Auftritt des Musikvereins Feldberg zur Festeröffnung, der kurzfristig für einen Ausfall eingesprungen war.

Der Musikverein Feldberg überzeugte mit seiner Darbietung Foto: Gudrun Gehr

Mit seinem Dirigenten, Alexander Horst, machte das Orchester einen schwungvollen und fröhlichen Ausflug quer durch die Notenmappe mit Märschen, Polka, Klassik bis Pop, Rock und Swing. Die Eröffnung des Auftrittes erfolgte mit der „Willkommens-Polka“. Später am Abend animierten die Tanzmusiker der „Valleytones“ zum Tanzvergnügen bis weit nach Mitternacht.

Traumhafter Ausblick in die Schweiz und ins Elsass

Am Sonntag Morgen wurde das Fest bei prächtigem Sommerwetter fortgesetzt. Es startete mit einem Gottesdienst mit Pfarrerin Séverine Bacigalupo unter Mitwirkung des Popchors und des Kinderhauses mit seinen rund 40 Grundschülern unter Leitung von Sonja Meyer. Das Motto der Lieder des Kinderchores war „Freundschaft ist wie ein Zelt“, mit Gedanken zum Zusammenhalt und zur Freundschaft. Schlag auf Schlag ging es weiter mit einem Frühschoppenkonzert des Musikvereins Schliengen unter Leitung von Frieder Reich.

Die Bühne wurde dann geräumt für die Bläserklasse der Grundschule unter Leitung von Nicole Scherr. Das Nachmittagskonzert bestritt das Jugendorchester „Ekitaki“, eine Kooperation der Jungmusiker von Tannenkirch und Efringen-Kirchen mit seinem Dirigenten Udo Schmitz. Es folgte der Musikverein Wies, der bereits im Vorjahr die Gäste begeistert hatte. Zum Schluss des zweiten Festtages unterhielt die Formation BlechTotal.

Ebenfalls konnte am Sonntag Mittag Kanderns Bürgermeisterin Simone Penner angetroffen werden, welche eine 23-köpfige Delegation der elsässischen Partnergemeinde Thannenkirch im Departement Haut-Rhin begrüßte.

Darunter befanden sich auch einige Gemeinderäte. Thannenkirchs Bürgermeisterin Angelique Dieuaide erklärte, dass ein Besuch beim Bergfest in Tannenkirch – ohne „h“ – seit Jahren üblich ist. Der Einfachheit halber sei man mit dem Bus angereist.

Besuch aus der Partnergemeinde Thannenkirch

Ortsvorsteherin Birgit Ludin erklärte, dass ebenfalls eine Delegation aus Tannenkirch im Gegenzug das Kirschenfest der Partnergemeinde – mit „h“ – am Wochenende vom 12./13. Juli üblicherweise besuchen wird. Bürgermeisterin Angelique Dieuaide sprach ein Grußwort und sagte: „Es ist mir jedes Mal eine Freude, das Fest zu besuchen und die ehrlichen und herzlichen Werte zu spüren, die unsere beiden Gemeinden verbinden“. Mit dem Ausruf: „Es lebe die Freundschaft zwischen unseren Dörfern. Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!“, schloss sie ihre Ansprache.

Frauenpower beim Bergfest, von links: Kanderns Bürgermeisterin Simone Penner, die Tannenkircher Ortsvorsteherin Birgit Ludin und Thannenkirchs Bürgermeisterin Angelique Dieuaide Foto: Gudrun Gehr

Am Montag geht das Fest noch weiter

Auch am Montag, dem dritten Festtag , wird zum „Feierabend am Berg“ eingeladen. Das Unterhaltungskonzert wird der Musikverein Maulburg bestreiten, gefolgt von der Partyband Valleytones.