Seit Sonntagabend ist ein Mann aus Benzingen samt seinem Auto verschwunden; seit Dienstag wird er von der Polizei gesucht. Bisher ergebnislos.
Der Vermisste ist am Abend des 20. Juli zum letzten Mal gesehen; seitdem fehlt von ihm jede Spur und von seinem Fahrzeug, einem roten Mittelklassewagen der Marke Volkswagen, ebenfalls. Seine Angehörigen haben ihn zuerst mit einem Post in den Sozialen Medien vermisst gemeldet und am Dienstag auch die Polizei benachrichtigt.
Die fahndet seither nach dem Vermissten. Ihre Dienststellen in der Region sind verständigt; die Streifen im Bereich der Polizeipräsidien Reutlingen und Konstanz gehalten, auf einen roten VW mit dem einschlägigen Kennzeichen zu achten. Zweimal, erst am Dienstag und dann am Mittwochvormittag hat ein am Stuttgarter Flughafen stationierter Polizeihubschrauber systematisch das Winterlinger Gemeindegebiet beflogen.
Bei solchen Flügen kommen im Regelfall verschiedenste technische Mittel zum Einsatz, die Wärmebildkamera ebenso wie die hochauflösende, mit der sich auch eine Autonummer noch fixieren lässt. Gefunden hat der Helicopter nichts; dennoch, versichert die Pressestelle der Polizei, sei die Befliegung nicht sinn- und zwecklos gewesen: Für eine entsprechende Bodenfahndung hätte es einiger Dutzend Beamten bedurft.
Die Stimmung im Ort wirkt gedämpft
Wobei auch am Boden gesucht wurde: Benzinger Freiwillige, darunter zahlreiche Feuerwehrkameraden, haben am Dienstagabend die Benzinger und Winterlinger Feldflur abgesucht, allerdings ergebnislos – wie Benzingens Ortsvorsteher Dirk Sieber gegenüber unserer Redaktion erklärte, waren die Voraussetzungen denkbar ungünstig, weil es keine Anhaltspunkte dafür gab, wo eine solche Suche Aussicht auf Erfolg haben könnte. Die Benzinger erscheinen gefasst, aber die Stimmung im Ort wirkte am Mittwoch doch gedämpft.
Die Verantwortung für die Suche nach dem vermissten Benzinger ist inzwischen an die Kriminalpolizei Balingen übergegangen wurde – etatmäßig, wie das Regierungspräsidium Reutlingen betont; es gebe derzeit keine Anhaltspunkte für ein Gewaltdelikt. Von einer Öffentlichkeitsfahndung sah die Polizei am Mittwoch noch ab – die Veröffentlichung von Bild, Namen und persönlichen Daten stelle einen „enormen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte“ dar. Deshalb werde man mit diesem Schritt warten, so lange die Hoffnung bestehe, dass der Vermisste von allein wieder auftauche oder sich bei seiner Familie melde.