Der Hall im Kirchenraum sorgt für eine besondere Atmosphäre – etwa bei „Gabriellas Song“. Foto: Weisser

Ein beeindruckendes Benefizkonzert gab der Musikverein „Harmonie“ Böhringen für 140 Besucher in der St.-Silvester-Kirche. Der Erlös kommt krebskranken Kinder zugute.

Der Erlös des musikalischen Abends kommt dem Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen zugute. Musik und Nächstenliebe würden sich in der Böhringer Kirche verbinden, sagte Pfarrer Thomson in seiner kurzen Eröffnungsansprache.

 

Die „Harmonie“ erfülle – so der Geistliche der Dietinger Seelsorgeeinheit – das Gotteshaus mit Klängen, die das Herz berührten. „Lassen Sie sich beschenken – und lassen Sie uns gemeinsam etwas Gutes tun“, gab er den Gästen mit auf den Weg und erinnerte dezent an die aufgestellte Spendenbox.

Eindrucksvolles Baritonsolo

Die Zuhörer bekamen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mit einfühlsamen Worten führte Dirigent Michael Müller durch die einzelnen Werke und schuf so einen Zugang zu den Kompositionen. Den Auftakt bildete „Stal Himmel“ von Alan Fernie. Der ruhige, beinahe meditative Beginn steigerte sich zu einem vollen, prächtigen Gesamtklang, der das Gotteshaus ausfüllte.

Danach folgte „Fantasia“ des Schweizer Komponisten Mario Bürki. Im Mittelpunkt stand das eindrucksvolle Baritonsolo von Sven Fischinger. Die musikalische Aussage, dass Dunkelheit dem Licht weichen werde, wurde durch den klangvollen, in der Kirche nachhallenden Bariton besonders eindringlich transportiert.

Musik „wie im Himmel“

Mit der Ouvertüre aus Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“ präsentierte die Kapelle eines der bekanntesten Werke des Barockkomponisten. Mit kraftvollen Trompetenfanfaren und einem wuchtigen Gesamtklang zündeten die Akteure vor dem Altar ein fulminantes musikalisches Feuerwerk.

Einen emotionalen Höhepunkt bildete „Gabriellas Song“ mit den Themen Selbstfindung und Lebensfreude aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“. Das berührende Solo von Tanja Hack-Digiser wurde mit langanhaltendem Applaus belohnt.

Baritonsolo Sven Fischinger. Foto: Weisser
Gesangssolistin Tanja Hack-Digiser. Foto: Weisser

Der „Kanon“ von Johann Pachelbel, ein zeitloses Meisterwerk von gefühlvoller Tiefe aus der Barockzeit, entfaltete in der besonderen Akustik der Kirche seine volle Wirkung. Zum Finale intonierten die Böhringer Musiker „Highland Cathedral“, eine beliebte Dudelsackmelodie, die von den Deutschen Ulrich Roever und Michael Korb 1982 anlässlich von Highland Games in Deutschland komponiert wurde.

Für den stürmischen Schlussapplaus bedankten sich Müller und seine Musiker mit zwei Zugaben. Die außergewöhnliche Klangfülle und der charakteristische Hall des Kirchenraums verliehen dem Benefizkonzert eine ganz besondere Atmosphäre.