Das Benefizspiel der beiden Mannschaften endete unentschieden. Foto: Türkischer SV Calw

Calwer mit türkischen Wurzeln sammeln weiter Geld für die Opfer des Erdbebens in Syrien und der Türkei. Am Wochenende sind es fast 15 500 Euro.

Hinter der türkischen Gemeinde in Calw liegt ein geschäftiges Wochenende: Gleich zwei Benefizaktionen haben der türkische Sportverein, der türkische Elternverein und die Ditib-Calw türkische islamische Gemeinde organisiert. Am Samstag wurde am unteren Ledereck gegrillt, am Sonntag gab’s ein Fußballspiel für den guten Zweck. In beiden Fällen geht der Erlös, fast 15 500 Euro, an die Opfer des Erdbebens in der Türkei und Syrien. dbeben

„Alles ist gut gelaufen“, erzählt Ilkay Özdemir von der türkisch islamischen Gemeinde über die Aktion am Samstag. Zehn bis 15 Ehrenamtlich seien insgesamt im Einsatz gewesen. Die Helfer legten früh los: Bereits um 7 Uhr mit Besprechung und Aufbau, von 10 bis 18 Uhr verkauften sie dann frisch gegrillte Sucuk, also Knoblauchwürste, und Lahmacun. Das kam, wie Özdemir berichtet, bei den Passanten gut an.

Die Kundschaft sei „multikulti“ gewesen, sagt er, habe also längst nicht nur aus Mitgliedern der türkischen Gemeinde bestanden. Viele Calwer waren großzügig: Sie gönnten sich einen Imbiss für fünf Euro, warfen aber 20 oder 30 Euro in die Kasse. „Es gab einen, der hat 150 Euro gespendet.“ In Summe kamen so 7210 Euro für die Erdbebenopfer zusammen.

Rund 200 Zuschauer sind trotz Nieselregens dabei

Der Sonntag stand dann im Zeichen des Fußballs: Im Georg-Baumann-Stadion auf dem Wimberg richteten die drei Vereine ein Benefizspiel aus. Die gegnerische Mannschaft kam vom „GU-Türkischer Sportverein Pforzheim“. „Das war eine gute Veranstaltung“, meint der Pressewart des türkischen SV. Nicht nur, weil der Kick für die beiden Mannschaften eine gute Vorbereitung auf die bald beginnende Rückrunde war – und übrigens 2:2 endete. Sondern auch, weil sich immerhin 200 Zuschauer einfanden. Dass es leicht genießelt hatte, konnte sie nicht abhalten. „Wir haben uns die Stimmung nicht vermiesen lassen“, erzählt Calayir. Auch wenn er gehofft hatte, dass das Spiel ein paar mehr Zuschauer anzieht: Unzufrieden sei er nicht. Auch, weil er sich freut, dass Spieler und Funktionäre des Fußballvereins Calw gekommen waren.

Eintrittsgelder und der Erlös vom Verkauf von Speisen und Getränken geht ebenfalls ins Erdbebengebiet, und da seien 8223 Euro zusammengekommen. Über diesen Erfolg sagt Birol Calayir: „Wir sind positiv überrascht und sehr stolz.“