Viel zu tun haben die Schüler des Dornstetter Schulzentrums bei ihrer Spendenaktion, hier die Gruppe der Realschule. Foto: Günther

Eine Benefizaktion für die Flutopfer in Rheinland-Pfalz organisiert derzeit die Schülermitverantwortung (SMV) des Dornstetter Schulzentrums – und bringt Hotdogs unters Schülervolk.

Dornstetten – Eigentlich hatten die SMV der Werkrealschule und der Realschule Dornstetten einen Kuchenverkauf zugunsten der Flutopfer geplant, coronabedingt war dies aber nicht möglich. Als Alternative bereitete die eigens gegründete "Schülerando"-Projektgruppe nun in der Schulküche Hotdogs vor und lieferte sie in die einzelnen Klassen aus. Allerdings konnten die SMV-Gruppen beider Schulen coronabedingt nicht wie geplant gemeinsam zugange sein, vielmehr musste jede SMV die Bestellungen einzeln für sich abarbeiten.

T-Shirt mit Logo

Was Produktion und Auslieferung der Hotdogs unter den derzeit gültigen strengen Hygienerichtlinien anbelangt, hatten die SMV-Verbindungslehrerinnen Caroline Brand und Carmen Wiegand vorab alles präzise geplant. Um die Schülerkohorten nicht zu durchmischen, wurde jeder Schulart eine gesonderte Kochkoje zugeteilt. Außerdem wurden alle helfenden "Schülerandos" mit Handschuhen, Haarnetzen, Masken und T-Shirts mit dem eigens für diese Aktion entwickelten Logo ausgestattet.

Beiden Küchenteams erfüllten ihre Aufgabe gleichermaßen gewissenhaft und mit großem Engagement. Da galt es, Hunderte von Brötchen aufzubacken, Würste heißzumachen und je nach Bestellung mit Zwiebeln, Gurken, Senf oder Ketchup zu garnieren. Dabei musste zügig gearbeitet werden, schließlich sollten alle Bestellungen pünktlich zum Beginn der Mittagspause – und dazu noch heiß – ausgeliefert werden.

Vier Aktionstage

"Aufpassen, sonst brechen die Würstchen durch!", warnte zwischendurch ein Schüler quer durch die Küche. Derweil füllten zwei Schülerinnen die fertigen Hotdogs in die mit Namen versehenen Vespertüten und verstauten diese anschließend in die bereit stehenden Lieferboxen. "Wartet mal, da kommen noch mehr rein!", wurden Luca und Timo gestoppt, als sie die Box schnell zu den wartenden Mitschülern bringen wollten.

Vier Aktionstage, jeweils montags und donnerstags, weil an diesen Tagen Nachmittagsunterricht stattfindet, sind für die Aktion eingeplant. Wie Werkrealschulrektorin Sonja Beck erläutert, ist im Dornstetter Schulzentrum in der Vorweihnachtszeit die Organisation eines gemeinsamen Spendenprojekts eine bewährte Tradition. Waren bislang meist Pakete für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" gepackt worden, komme diesmal die Spendenaktion "Essen für den guten Zweck" hinzu.

Eltern und Lehrer stocken Erlös auf

Der Erlös für die Flutopfer aus dem Hotdog-Verkauf – pro Stück verlangen die Schüler zwei Euro – wird durch Lehrer- und Elternspenden aufgestockt, die parallel in einer extra Kasse gesammelt werden. Sollte die Aktion wiederholt werden, hat sich das "Schülerando"-Team vorgenommen, künftig auch Geflügel-Hotdogs anzubieten.

Auch Uwe Kretzschmer, Rektor der Realschule, freut sich über diese gemeinsame Aktion beider Schulen und darüber, dass damit gleichzeitig ein soziales Projekt verwirklicht wird.