Rundum gelungen war das Benefiz-Konzert, mit dem der Posaunenchor Meßstetten nicht nur sein Publikum beschenkt hat, sondern auch den Verein „Kinder brauchen Frieden“. Das Motto war die Jahreslosung: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“.
In Bestform hat sich der Posaunenchor Meßstetten mit mehr als 30 Bläserinnen und Bläsern bei seinem Benefizkonzert in der Lamprechtskirche präsentiert. Unter der souveränen Leitung von Thomas Kiesinger klappte das Zusammenspiel hervorragend.
Mit „Music“ von John Miles startete der Chor mit einem Klassiker der Rockmusik. Am Anfang war das Stück sehr melodiös und berührend. Dann folgten packende, vom Schlagzeug unterstützte Rhythmen.
So lebte das Stück über die Liebe zur Musik von Kontrasten. In seiner Begrüßung freute sich Vorsitzender Burkhard Stengel besonders über den guten Besuch, ehe es mit einer majestätischen Bläserkurzfassung der Kantate „Alles, was ihr tut“ des Barockkomponisten Dietrich Buxtehude weiter ging.
Das Hohelied der Liebe erklingt diesmal sogar musikalisch
Pfarrerin Simone Haas vertiefte mit Lesungen das Thema Liebe mit biblischen und literarischen Texten. „You Raise Me Up“ (Du ermutigst mich) von der irischen Band „Westlife“ in einem Arrangement von Ingo Luis mit seiner herrlich berührenden Melodie im Tenor wurde wirkungsvoll von den anderen Stimmen umspielt.
Beim Stück „Liebe“ des bayerischen Landesposaunenwartes Dieter Wendel setzten die Musiker mit einer wundervollen Klangentfaltung das Hohelied der Liebe aus dem ersten Korintherbriefs in Musik um. In der lyrischen Ballade „Auf den Wellen tanzen“ von Hans-Joachim Eißler wanderte die berührende Melodie durch alle Stimmen und wurde zu einer großartige Fantasie.
Bei solch einem Konzert durfte natürlich der Choral „ich bete an die Macht der Liebe“ nicht fehlen. In einer großangelegten Choralfantasie von Christian Sprenger blitzte immer wieder die Melodie auf, ehe die Trompeten sie dann voll intonierten. Beim Begleitsatz von Dimitri Bortnjanski war die Gemeinde zum Mitsingen eingeladen.
Großartig gestalteten Laura Kreitz an der Orgel und ihr Bruder Micha am Schlagzeug das „Concerto d’Amore“ von Jacob de Haan. Majestätisch erschallte die Orgel anfangs. Im leiseren Mittelteil gesellte sich das Schlagzeug dazu und es gab ein wundervolles Miteinander, das zu kraftvollen, packenden Rhythmen führte und wiederum majestätisch endete.
Der Posaunenchor Meßstetten rundet die Spenden auf 1500 Euro auf
Schwungvoll und sehr dynamisch spielten die Bläser „So sehr hat Gott die Welt geliebt“ des Bundesposaunenwartes Matthias Schnabel. Die hohen Bläser standen dabei mit den tiefen Bläsern in einem munteren Dialog.
Nach dem Gemeindelied „Macht hoch die Tür“ mit Trompetenüberstimme endete das Konzert mit „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ von Joseph Rheinberger romantisch schön voll Melodie und Harmonie. Für den überwältigenden Beifall dankten die Bläser mit „Tochter Zion“.
Die Spenden des Konzertes in Höhe von 1390 Euro gehen ganz an den Verein „Kinder brauchen Frieden“. Der Posaunenchor will den Betrag noch auf 1500 Euro aufrunden.