Im Podcast Mord auf Ex sprechen Leonie Bartsch und Linn Schütze über Kriminalfälle. Foto: Ortmann

„Mord auf Ex“ ist einer der beliebtesten Podcasts in Deutschland. In der neuen Folge sprechen die Hosts Leonie Bartsch und Linn Schütze über einen Fall, der mit Schramberg zu tun hat.

665 000 Follower auf Spotify, Platz 4 in den Charts – „Mord auf Ex“ ist einer der beliebtesten Podcasts in Deutschland. Die Hosts Leonie Bartsch und Linn Schütze sprechen jeden Montag über einen wahren Kriminalfall – und in der jüngsten Folge auch über Schramberg.

 

Anders als der Name des Podcasts vermuten lässt, geht es in der Folge nicht um einen Mord, wie es ihn in Schramberg etwa im Februar gegeben haben soll, sondern um einen der größten Betrugsfälle der Geschichte.

Wer nicht durch den Episodentitel „Bitch of Wallstreet“ schon weiß, um wen es geht, dem bringt Leonie Bartsch die Protagonistin mit folgender Geschichte näher: Laute Popmusik dringt an einem Tag im Juli 2017 durch die historische Altstadt von Sosopol an der bulgarischen Schwarzmeerküsten, einem Urlaubsort der „Reichen und Schönen“. Die Musik kommt von der „eindrucksvollsten Villa der ganzen Stadt“, wie Bartsch erzählt, an der 80 Gäste eine Party feiern, die sie nie vergessen werden.

Die Gastgeberin tut alles dafür, dass Stimmung aufkommt– und wirft dafür auch kurzerhand eine teuer bezahlte Popsängerin von der Bühne, deren Musik nicht ankommt. Denn der eigentliche Star des Abends ist sie selbst. Langes schwarzes Haar, markanter Lippenstift, Diamanten an den Ohrringen und auf dem Kleid – es handelt sich natürlich um Ruja Ignatova.

„Krypto-Queen“ Ruja Ignatova Foto: ZDF/“Die Hochstaplerin - Der große Krypto-Betrug“ vom 18.12.2024 (Screenshot)

Nach Dokumentationen von ARD, ZDF und Sky sowie diversen weiteren Medienbeiträgen über Aufstieg und Fall der „Kryptoqueen“ machen nun auch Bartsch und Schütze ihr Zuhörer mit dem Betrugsfall vertraut; wenngleich auch sie wenig Neues über die seit sieben Jahren verschwundene Ignatova ans Licht bringen können.

In der zweistündigen Folge skizzieren sie ihren Weg von der hochbegabten Schülerin in Schramberg zur Beraterin bei McKinsey, die immer mehr gefallen am Glanz und Glamour findet – und schließlich auch am Netzwerkmarketing, das sie mit OneCoin erst unvorstellbar reich und dann zur meistgesuchten Verbrecherin der Welt macht.

Auch das FBI sucht nach der in Schramberg aufgewachsenen Ruja Ignatova Foto: Screenshot FBI

Ignatovas spurloses Verschwinden im Oktober 2017 treibt auch die Podcast-Hosts um: „Das ist jetzt tatsächlich mal wieder so ein ‚Cold Case‘, der mich nicht loslassen wird. Wo ist die – wie sie sich selbst nannte – ‚Bitch of Wallstreet‘?“ Dass Ignatova tot ist, glauben auch sie nicht.

Die Folge ist hier abrufbar.