Eine neue Treppenanlage soll im Bereich vor dem Umkleidehäuschen entstehen. Doch zunächst einmal müssen Vorbereitungen für das Fundament getroffen werden. Foto: Stadtverwaltung St. Georgen

Aus einer Tropfsteinhöhle soll ein deutlich modernisierter Duschbereich werden: Bevor die Badesaison am Klosterweiher beginnt, wird mit schwerem Gerät hantiert.

Die Sonne strahlt über dem St. Georgener Klosterweiher und glitzert auf der Wasseroberfläche. Die Temperaturen sind angenehm warm – nachdem der Winter noch einmal kurz in den Schwarzwald eingekehrt war, tummeln sich nun Spaziergänger, Skater und Radfahrer am Ufer des beliebten Badesees und genießen die Frühlings-Sonnenstrahlen.

 

Nur wenig fehlt noch, um die Idylle am Weiher perfekt zu machen: Schwimmer im kühlen Nass und Tretboote, die auf dem See unterwegs sind. Doch bevor diese in ein paar Wochen das Kommando am Klosterweiher übernehmen, ist noch einiges zu tun. Statt Badegästen geben sich am St. Georgener See derzeit die Handwerker die Klinke in die Hand.

Ihr Ziel: das Umkleidehäuschen direkt am Weiher. Erbaut 1967, hat es schon bessere Tage gesehen. Mittlerweile nagte der Zahn der Zeit ganz deutlich am Gebäude – und äußerte sich unter anderem in diesen Symptomen: eine Tropfsteinhöhle in der Damen-Dusche, Risse in der Decke, durch die Wasser eindringt, zwei Treppen, die so marode sind, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt, und Duschen, die auch noch laufen, wenn man sie eigentlich ausgeschaltet hat – so schilderte Stadtbaumeister Alexander Tröndle den Zustand des Häuschens im November im Technischen Ausschuss. Dieser vergab auch prompt die Arbeiten für die Sanierung des Umkleidehäuschens.

Im Obergeschoss des Umkleidehäuschens sind die Umkleiden und Spinde sowie der Bodenbelag entfernt worden. Foto: Stadtverwaltung St. Georgen

78 000 Euro kostet die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Infrastruktur. Geld, das gut investiert ist, wie Bürgermeister Michael Rieger findet: Der Klosterweiher trage besonders zur Lebensqualität für die St. Georgener Bürger und Gäste aus der ganzen Region bei, wird er in einer städtischen Mitteilung zitiert. „Die Umkleiden und die zugehörige Treppenanlage wieder in einen guten Zustand zu versetzen, war der Verwaltung ein besonderes Anliegen, damit der Klosterweiher auch weiterhin ein einladender Ort bleibt.“

Neue Treppe statt maroder Anlage

Um das zu schaffen, ist die Aufgabenliste lang: Neun Punkte stehen darauf. Neben den Arbeiten zum Korrosionsschutz bekommt das Umkleidehaus auch einen neuen Bodenbelag, neue Türen und vor allem eine neue Treppenanlage. Eine Sanierung der bisherigen Treppe lohnte sich nämlich nicht mehr.

Seit der Vergabe der Arbeiten ist einiges passiert: Wie die Stadtverwaltung in einer Mitteilung schildert, wurden mittlerweile alle Umkleiden und Spinde sowie der Bodenbelag im Obergeschoss entfernt. Auch die instabile Treppe ist Geschichte. Die Zwischendecke wird zudem abgedichtet, bevor der Boden mit frischen Platten belegt wird. Und schließlich werden die Arbeiter eine neue Treppenanlage installieren.

Das Umkleidehäuschen des Naturfreibads Klosterweiher wird umfassend instand gesetzt. Foto: Stadtverwaltung St. Georgen

Geplant ist nach Angaben der Stadt, dass die Arbeiten bis zum Anbaden an Pfingsten soweit abgeschlossen sind, „dass der Badebetrieb ganz normal stattfinden kann. Gegebenenfalls sind auch danach noch kleinere Restarbeiten nötig“, die demnach aber kaum Auswirkungen auf die Besucher haben sollen.

Eintrittspreise bleiben trotz Investitionen konstant

Gar keine Veränderungen sollen sich durch die Sanierungsarbeiten beim Eintrittspreis für den Weiher ergeben, wie die Stadtverwaltung betont: Erwachsene zahlen weiterhin vier Euro, Kinder zwei.