Die Stadt erhöht ihren Zuschuss an die Werbegemeinschaft auf 23.000 Euro. Dadurch bleibt die Beleuchtung möglich.
Es ist kein Geheimnis, dass die Lahrer Stadträte aufgrund der angespannten Finanzlage im Gemeinderat gerne jeden Cent zweimal umdrehen. Beim Zuschuss für die Weihnachtsaktionen der Werbegemeinschaft waren sich jedoch alle einig: Die zusätzlichen 8000 Euro sind gut angelegt.
Die Gesamtkosten für die Weihnachtsatmosphäre in der Lahrer Innenstadt betragen 46 000 Euro. Darunter fasst die Stadt die Beleuchtung, den Weihnachtsmarkt, die lebendige Krippe sowie den Adventstreff. „50 Prozent des Budgets sind durch private Sponsoren gedeckt“, freute sich OB Markus Ibert, der dies als „gutes Zeichen“ wertete. Er dankte allen Geldgebern. Nichtsdestotrotz gebe es eine Finanzierungslücke von 8000 Euro, denn der Gemeinderat hat bislang nur einen städtischen Zuschuss in Höhe von 15 000 Euro genehmigt. Am Montagabend gab es schließlich grünes Licht für die Aufstockung.
„Es wäre ein Armutszeugnis, wenn die Innenstadt nicht entsprechend geschmückt werde“, ließ Eberhard Roth (Freie Wähler) keine Zweifel an seinem Votum aufkommen. Er freute sich, dass es in der Innenstadt „ganz engagierte Leute“ gebe. „Wir wollen das ehrenamtliche Engagement stärken“, betonte Sven Täubert (Grüne). Für Sven Haller (AfD) sei die Weihnachtsatmosphäre „eine ganz emotionale Geschichte“. „Wir haben ein Haushaltsvolumen von 170 Millionen Euro. Die 8000 Euro quetschen wir auch noch irgendwo raus“, sagte Jörg Uffelmann (FDP).
Dauerlösung soll her
Auch Roland Hirsch stellte aus Sicht der SPD klar, dass es an der Summe „nicht scheitern soll“. Die Verwaltung möge sich jedoch einen Modus überlegen, „damit wir das Thema nicht jedes Jahr auf dem Tisch haben“. Dem schloss sich Rudolf Dörfler (CDU) an: „Es ist fast schon erniedrigend, immer mit dem Klingelbeutel anzukommen“, beschrieb er die Suche nach Sponsoren. Er schlug als Lösung eine 50/50-Finanzierung vor. „Nach Weihnachten muss man sich mal mit der Werbegemeinschaft zusammensetzen.“
Ibert versprach, dies zu tun und durfte sich anschließend über ein einstimmige Ergebnis freuen. „Das Christkind darf nach Lahr kommen“, fasste er lachend zusammen.