Die Sporthalle in Dotternhausen bekommt eine neue Beleuchtung. Foto: Schweizer

Die Beleuchtung in der Sporthalle funktioniert nur noch zur Hälfte. Eine Reparatur scheint nicht mehr möglich zu sein. Bürgermeisterin Marion Maier präsentierte neue Lampen.

Das hätte zweimal böse ausgehen können. Anfang April rauchte es in der Sporthalle gewaltig, vor gut drei Wochen fingen sogar zwei Lampen Feuer. Zum guten Glück konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Gefahr ist nicht gebannt, die Gemeinde deshalb im Zugzwang. Aufgrund der beiden Vorfälle funktioniert auch nur noch die Hälfte der Beleuchtung.

 

Am Mittwoch war die Sporthalle deshalb das Topthema im Gemeinderat – und natürlich die Frage, was den Rauch und das Feuer ausgelöst haben. „Wir gehen davon aus, dass Kondensatoren durchgeschmort sind“, meinte Bürgermeisterin Marion Maier. Die Halle, und damit auch die Beleuchtung, sei mittlerweile in die Jahre gekommen. Ilse Ringwald schätzte das Alter der Lampen auf über 30 Jahre.

Bürgermeisterin muss noch einiges klären

Ein Austausch der Kondensatoren ist nicht möglich, weil es die entsprechenden Ersatzteile nicht mehr gibt. Es muss deshalb eine neue Beleuchtung her – und zwar schnell. „Das geht total gegen mein Naturell“, bekannte die Bürgermeisterin, aber für eine „komplette Planung“ fehle einfach die Zeit. Werde nicht schnell etwas unternommen, könne der „Stausee-Pokal“ nicht stattfinden.

Rückendeckung erhielt sie von Elisabeth Menholz, die ebenfalls betonte, dass schnell entschieden werden müsse. Und so fiel auch der einstimmige Beschluss für eine neue Sporthallenbeleuchtung.

Marion Maier war nicht untätig und präsentierte in der jüngsten Sitzung verschiedene Leuchtentypen. Schnell hatten die Gemeinderäte ihren Favoriten gefunden, allerdings wollen sich noch bestätigt haben, ob die neuen Lampen, die rund 40 000 Euro kosten würden, ballwurfsicher sind und die angegebene Lux-Zahl für die Ausleuchtung tatsächlich ausreicht. Marcus Eichstädt störte sich daran, dass die Firma, die den Auftrag bekommen soll, die Montagearbeiten nicht nach Stundenzahl, sondern pauschal abrechnen will. Die Bürgermeisterin muss also einiges noch klären.

Kontakt mit dem Regierungspräsidium

Kontakt hatte Maier auch mit den Regierungspräsidium. Dort wurde ihr ein Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro in Aussicht gestellt. Allerdings kann es bis zu 18 Monaten dauern, bis die Fördermittel rausgehen. Weil die Dotternhausener die neue Beleuchtung aber umgehend angehen wollen, geht ihnen der Zuschuss wohl oder übel flöten.

Die Unterstützung hätten sie brauchen können, denn für Unterhaltungsmaßnahmen in der Sporthalle stehen in diesem Jahr nur noch knapp über 23 000 Euro bereit. Die Deckung des fehlenden Geldes soll deshalb aus bisher noch verfügbaren Unterhaltungsaufwendungen aus dem Etat der Festhalle erfolgen. Auf rund 36 500 Euro beläuft sich die Summe.