Mehrere Straßenlaternen in der Burladinger Gesamtstadt sind von Problemen betroffen und auch Leitungen müssen erneuert werden. Foto: Pixabay/TanteTati

Die Straßenbeleuchtung in Burladingen macht immer öfter schlapp und die Fehlerquellen dafür sind vielfältig.

Eine ungewöhnliche Häufung von Ausfällen in der Straßenbeleuchtung sorgt für Aufsehen und Diskussionen: Von Problemen auf dem Friedhof bis hin zu ganzen Straßenzügen in Gauselfingen, die im Dunkeln liegen, stellen die Defekte eine Herausforderung für die Bürger und die Stadtverwaltung dar. Jüngst kam noch der Ausfall der Straßenbeleuchtung rund um den städtischen Kindergarten in der Jahnstraße hinzu.

 

Am Friedhof hat das Bauamt, nach Information von Jochen Wulle, bereits einige Zeit investiert, um die Fehlerquellen zu identifizieren. „Es ist unklar, ob wir alle Fehler beseitigen können“ und „eine Reparatur ist auf die Schnelle nicht möglich“, kommentierte Wulle die Herausforderung bereits in der Gemeinderatssitzung.

Stromnetz am Friedhof muss erneuert werden

Die Kosten für eine Reparatur seien hoch und stünden in keinem wirtschaftlichen Verhältnis. Bevor vor jeder Lampe im Boden neue Muffen gesetzt werden, welche auf längere sicht ebenfalls zu einem Problem werden könnten, soll die gesamte Elektrik in dem Gebiet erneuert werden. Denn beträchtliche Schäden bei der Stromzuführung zum Friedhof verschärfen die Situation.

Die Stadt plant, die Kabel rund um den Friedhof noch in diesem Jahr zu erneuern. Dafür sollen im Haushaltsplan Mittel eingeplant werden. Zusätzlich sollen Kapazitäten für eine Erweiterung geschaffen sowie die Hauptstromleitung überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Die grob geschätzten Kosten belaufen sich nach Angaben der Stadt, auf etwa 30-35 000 Euro.

Die Beleuchtung am Kindergarten hat Priorität

Trotz dieser Pläne hat die kürzlich ausgefallene Beleuchtung rund um den Kindergarten Jahnstraße erstmal höchste Priorität. Der Einsatz eines Messwagens soll dabei helfen, den Fehlerbereich einzugrenzen, um schnell für Helligkeit sorgen zu können. Dieser Messwagen soll zudem auch die anderen betroffenen Bereiche durchmessen, um die Fehler lokalisieren zu können. Dennoch gestalte sich die Fehlersuche aufwendig und umfangreich.

Stromnetz wird zur Mammutaufgabe für die Stadtverwaltung

Feuchtigkeit, insbesondere durch Regen oder ansteigendes Grundwasser, ist eine Hauptursache für Kurzschlüsse. Verbindungsmuffen, Ersatzleitungen und die Hauptleitungen, die teils seit Jahrzehnten im Boden liegen, sind anfällig für Schäden. „ Erstaunlicherweise sind es in diesem Jahr auch viele Unfälle mit Straßenlaternen, bei denen ebenfalls ein Kurzschluss verursacht wird “, sagt Wulle. Die Stadtverwaltung steht vor der Mammutaufgabe, das gesamte Stromnetz der Flächengemeide langfristig zu erneuern, was aufgrund der Gebietsgröße, den hohen Kosten und des Umfangs der Arbeiten eine große Herausforderung darstellt.

Dennoch , die Schäden müssen behoben werden, bevor man an einen „Break-even-Point“ gelangt, erklärte Jochen Wulle. Die Stadt hofft dabei auf „Synergien“ mit den Tiefbauunternehmen, die mit dem Breitbandausbau beschäftigt sind, um auch die Stromleitungen für die Beleuchtung gleichzeitig erneuern zu können. Dies hänge jedoch von der Kooperationsbereitschaft der Unternehmen ab.