Der Weihnachtsbaum ist da: Pünktlich zum ersten Schneefall wurde vor dem Rathaus eine Nordmanntanne aufgestellt. In der Kernstadt und den Stadtteilen werden etwa 180 Lichterketten gespannt. Werden die Öffnungszeiten des Christkindlesmarktes erneut verkürzt?
Stattliche acht Meter hoch ist der Baum, weiß Rathaussprecher Dennis Schmidt. Die Nordmanntanne wurde in Oberschwaben gefällt, „mangels geeigneter Baumspenden.“ Inklusive Transport hat der Baum 800 Euro gekostet.
Mitarbeiter des Bauhofs haben in der Fußgängerzone die traditionellen Sterne aufgehängt, 35 Stück sind es in diesem Jahr. Sie glimmen ab 16.30 Uhr auf und bleiben bis 21 Uhr eingeschaltet, bei besonderen Anlässen auch länger. Im vergangenen Jahr wurde die Leuchtzeit verkürzt und das habe sich bewährt, meint Schmidt. 2022 stand die Energiekrise im Raum, die Stadt bleibt bei 21 Uhr, „auch wenn mir nicht von einer akuten Energiemangellage betroffen sind.“
Was funktioniert schon mit LED?
Welche Stromkosten fallen für die Beleuchtung an? „Das kann nicht im Detail ermittelt werden, weil die Sterne Teil der Straßenbeleuchtung sind“, erklärt Schmidt. Die letzten Sterne der Weihnachtsbeleuchtung wurden 2010 angeschafft und sind alle mit energiesparenden LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Was die Sterne insgesamt gekostet haben kann laut Schmidt nicht genau beziffert werden, weil sie nach und nach angeschafft wurden und der Kauf schon länger zurück liege.
Die 180 Lichterketten funktionieren teilweise noch mit normalen Birnen. Auch hier laufe die sukzessive Umstellung.
Hat der Weihnachtsmarkt wieder verkürzt geöffnet?
Der Weihnachtsmarkt hatte im vergangenen Jahr aus Energiespargründen verkürzt geöffnet. Die Händler klagten über teilweise fehlende Einnahmen. In diesem Jahr kehrt die Stadt zurück zu den traditionellen Öffnungszeiten – Samstag, 2. Dezember, von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag, 3. Dezember, von 11 bis 19 Uhr.
Bei der Weihnachtsbeleuchtung spielt der Energiespargedanke auch eine Rolle, wie Schmidt erläutert. „Auch wenn wir nicht mehr in einer vergleichbaren Energiemangellage sind und die Stromkosten auf Grund der mittlerweile überwiegend eingesetzten modernen Leuchtmittel gering sind, ist das Thema der Energieeinsparung natürlich insgesamt von gesellschaftlichem Interesse.“ Daher orientiere sich die Stadt wieder an der Lösung des letzten Jahres, die sich als sinnvoller Kompromiss bewährt habe.
Nach dem Dreikönigstag wird Balingen dann wieder abgeschmückt.