Der stellvertretende Kreisforstamtsleiter Matthias Schupp und Revierförsterin Annika Bidlingmaier sprachen über die CO2-Bindung und den für 2026 geplanten Ertrag des Königsfelder Waldes. Foto: Hübner

Der Gemeinderat informierte sich über die wirtschaftliche Entwicklung des Königsfelder Waldes. Laut dem Kreisforstamt leiste dieser einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Über die CO₂-Bindung und den für 2026 geplanten Ertrag des Waldes sprachen im Gemeinderat der stellvertretende Kreisforstamtsleiter Matthias Schupp und Revierförsterin Annika Bidlingmaier.

 

Der Königsfelder Wald habe sehr hohes Potenzial bezüglich Bewirtschaftung, Naturschutz und Erholungsfunktion, so Schupp. Für Unruhe gesorgt habe im Raum Hüfingen der Abtransport von Holz per Zügen. Das gehe vor allem nach Mitteldeutschland, Bayern und Österreich. Kommunalholz gehe dagegen vor allem an lokale und regionale Kunden.

Laut Schupp wurden 2024 in Königsfeld 1497 Festmeter Stammholz geerntet, das als Bauholz und in Möbeln CO₂ bis zu 100 Jahre bindet. 986 Festmeter Paletten-Stammholz und 13 Festmeter Industrieholz für Verpackungen oder Papierprodukte bindet CO₂ bis zu zehn Jahre, 404 Festmeter Energieholz zum Beispiel für Hackschnitzel und Pellets für maximal fünf Jahre.

Der Königsfelder Wald trage zum Klimaschutz bei, speichere auf 1739 Hektar jährlich etwa 17 390 Tonnen CO₂, der Ausstoß der Gesamtbevölkerung liege im selben Zeitraum bei 61 000 Tonnen.

Laut Bidlingmaier lag der Gewinn 2024 bei überdurchschnittlichen 251 000 Euro und soll 2026 bei 100 000 Euro liegen.

Es gebe keine Übernutzung des Waldes

Bürgermeister Fritz Link betonte, dass der Hiebsatz im Plan sei, es keine Übernutzung gebe. Die mit 15 000 Euro recht hohen Kosten für Instandhaltung begründete er damit, dass man für fußgänger- und radfahrerfreundliche Wege Feinschotter verwende.

Die beschriebenen massiven Beschwerden bezüglich Grobschotterwegen im Staatswald bestätigten Jens Hagen und Birgit Helms. Er habe darauf nur wenig Einfluss und rate zum Zusammenschluss mehrerer Gemeinden, so Schupp. Die Verwendung von feinerem Schotter würde das Betriebsergebnis nicht auf den Kopf stellen.

Auf Nachfrage von Matthias Weisser klärte Bidlingmaier, dass die von ihrem Vorgänger Peter Gapp angelegten größeren Tümpel auf jeden Fall erhalten bleibe und kleinere Feuchtgebiete nachgearbeitet werden sollen.