Wer bei Heimspielen des FC Egenhausen auf dem Kunstrasenplatz eine Stärkung benötigt, muss künftig nicht mehr den langen Weg ins Sportheim antreten, sondern kann sich am neu angeschafften Foodtruck mit Speis und Trank versorgen. Foto: FC Egenhausen

Aus einem mobilen Verkaufsanhänger heraus bewirtet der FC Egenhausen seit Kurzem seine Gäste bei Heimspielen der Fußballer am Kunstrasenplatz. Die Anschaffung wurde von der Aktionsgruppe Leader Nordschwarzwald unterstützt.

Die Anschaffung eines Foodtrucks war aus Sicht des Vereins wichtig, um den Zuschauern den zeitraubenden Weg ins Sportheim zur Versorgung mit Getränken oder einem Imbiss zu ersparen. Zusätzlich erleichtert der gut ausgestattete Imbissanhänger dem ehrenamtlichen Team des Vereins nicht nur die Bewirtung vor Ort, sondern auch bei zahlreichen anderen Einsatzmöglichkeiten.

 

Laut Vorsitzendem Benjamin Finis soll der Foodtruck auch als zusätzliche Verkaufseinheit bei größeren Veranstaltungen rund um das Sportheim, wie beispielsweise einem Pokalfinale, eingesetzt werden. Doch darüber hinaus wird der Verkaufsanhänger auch zu Auswärtsveranstaltungen unterwegs sein.

Und davon bestreitet der Verein einige. Genannt wurden Feiern und Aktivitäten mit anderen Vereinen oder der Grundschule im Ort sowie Jugendturniere der benachbarten Partnervereine und mehr, wie beispielsweise die Strandbar.

Gäste zeigen sich beeindruckt

Der mehr als fünf Meter lange Imbissanhänger ist mit einer Doppel-Elektro-Fritteuse sowie einer Elektrogrill-Bratplatte und einer Elektro-Bain-Marie zum Warmhalten ausgestattet. Abzugshaube, Waschbecken und eine Kühl-Gefrierkombination komplettieren die Inneneinrichtung. Diese Ausstattung, so Finis, ermögliche dem ehrenamtlichen Bewirtungsteam, nicht nur Getränke anzubieten, sondern auch beispielsweise Gegrilltes, Hamburger oder Pommes Frites zuzubereiten.

Bereits bei den Heimspielen zum Hinrunden-Ende, als der Anhänger seine „Feuertaufe“ absolvierte, zeigten sich die Vereinsgäste beeindruckt. Marvin Vielfort aus Egenhausen findet die Bewirtung mit dem Foodtruck beim Kunstrasenplatz sehr gut. Vorher, so Vielfort, habe er immer überlegt, zum Sportheim zu gehen, wenn er durstig war. Der rund 200 Meter lange Weg zur Versorgung mit Getränken oder etwas zu essen entfällt seit der Anschaffung des Imbissanhängers.

Umfangreiche Möglichkeiten

Markus Kalmbach, der beim FCE für den Mensch-ärgere-Dich-nicht-Cup verantwortlich ist, war mehr als erstaunt über die umfangreichen Möglichkeiten, als er die „große anthrazitfarbene Kiste mit zwei Rädern und einer Deichsel“, so seine Bezeichnung, zum ersten Mal von innen sah.

Dabei fiel es ihm schwer, sich zwischen dem Einsatz am Wurstgrill oder dem Genießen eines Getränks vor dem Anhänger, beispielsweise auf den mobilen Sitzgelegenheiten, zu entscheiden. Kalmbach meint, der Imbissanhänger solle jetzt noch mit einem Aufkleber, einem große „FCE-Bäbber“, verschönert werden.

80 Prozent Zuschuss

Großzügige finanzielle Unterstützung erhielt der Verein beim Kauf des nahezu 25 000 Euro teuren Foodtrucks in Form einer 80-prozentigen Förderung aus Mitteln der Aktionsgruppe Leader Nordschwarzwald. Von dort wurde die Förderplakette bereits an Vereinsvorsitzenden Finis überreicht.

Mit der mobilen Verkaufseinheit, so die Argumentation im Antrag auf Leader-Förderung, werden vereinseigene Aktionen und Events aufgewertet. Das kulinarische Angebot, beispielsweise bei der Strandbar oder bei den Sporttagen mit der örtlichen Grundschule oder dem Kindergarten, könne durch die optimal ausgestattete Verkaufseinheit verbessert oder ergänzt werden. Zudem, so Benjamin Finis, sei es möglich, dass der Foodtruck an befreundete Vereine ausgeliehen oder an Privatpersonen vermietet werde.