Beim 3:1-Sieg des SC Freiburg in der zweiten DFB-Pokalrunde stehen vor allem zwei Spieler im Fokus. Igor Matanovic und Christian Günter, der nun SCF-Rekordspieler ist.
Der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn war in den Sozialen Medien einer der ersten Gratulanten. Nach dem Spiel folgte mit Vincenzo Grifo einer von vielen langjährigen Weggefährten des Tennenbronners Christian Günter, für den das DFB-Pokalspiel in Düsseldorf eine ganz spezielle Partie war.
Denn seit Mittwochabend, kurz nach 20.45 Uhr ist Günter mit 440 Pflichtspielen für den Sport-Club Rekordspieler des Vereins – gemeinsam mit dem längst nicht mehr aktiven An-dreas Zeyer, der die gleiche Anzahl an Spielen im SC-Dress absolviert hat. Dass Günter in sehr naher Zukunft alleiniger Rekordhalter wird, ist also vorgezeichnet – bereits am Samstag bei Union Berlin (15.30 Uhr/Sky) könnte es soweit sein.
„Kann man nicht in Worte fassen – schöner geht’s nicht“, sagte der 32-jährige Tennenbronner wenige Minuten nach Abpfiff gegenüber den vereinseigenen Kameras auf dem Düsseldorfer Rasen, während im Hintergrund die Gesänge der zahlreichen Freiburger Fans zu hören waren. Und auch Günter kündigte an, „ein bisschen“ feiern zu wollen. Grund dazu hatte er reichlich: Denn neben seinem 440. Spiel im Trikot der Breisgauer gewannen er und seine Teamkollegen mit 3:1 bei Fortuna Düsseldorf und zogen damit ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.
Igor Matanovic an beiden frühen Toren direkt beteiligt
Entscheidend daran beteiligt: Stürmer Igor Matanovic, der erstmals seit seinem Wechsel im Sommer in der Startaufstellung von Trainer Julian Schuster stand. Und wie schon bei seinem Tor-Einstand im Derby gegen den VfB Stuttgart brauchte der Mittelstürmer nicht lange, um erfolgreich zu sein.
Nach gerade einmal einer Minute vollstreckte er in der Mitte eine flache – und noch leicht abgefälschte – Hereingabe von Johan Manzambi zum frühen 1:0 für die Freiburger, denen in der 6. Minute gar der frühe Doppelschlag gelang. Wieder beteiligt: Startelf-Debütant Matanovic. Einen völlig missratenen Fortuna-Einwurf – ausgerechnet vom Ex-Freiburger Kenneth Schmidt – leitete er direkt weiter auf Grifo, der vor dem Tor cool blieb und auf 2:0 erhöhte.
Anfangsphase der Knackpunkt im Spiel
Es war der Schlusspunkt der stürmischen SC-Anfangsphase, die Düsseldorfs Trainer Markus Anfang hinterher als „Knackpunkt“ im Spiel bezeichnete. „Das gibt natürlich eine gewisse Sicherheit und hilft, um ins Spiel reinzukommen“, sagte sein Gegenüber Schuster.
Danach jedoch kamen die Hausherren, bei denen er vor heimischem Publikum in dieser Saison noch nicht läuft, besser in die Partie. Der Lohn: Der Anschlusstreffer durch Anouar El Azzouzi, vorbereitet von Schmidt, der gegen den Verein, bei dem er zum Profi wurde, ein Wechselbad der Gefühle erlebte.
Der Ex-Freiburger Kenneth Schmidt steht gleich mehrfach im Fokus
Denn auch in Durchgang zwei stand der gebürtige Freiburger, dessen Einsatz bis zuletzt auf der Kippe stand, im Fokus. Eine Freistoßflanke von SC-Leihgabe Florent Muslija drückte Schmidt über die Linie – und war anschließend fassungslos über die Abseitsentscheidung des Linienrichters. Ohne VAR – im DFB-Pokal erst im Achtelfinale im Einsatz – blieb es jedoch bei der Entscheidung, die extrem knapp war und den Freiburgern in die Karten spielte.
Denn die Düsseldorfer waren weiter zum Sturmlauf gezwungen, in der zweiten Minuten der Nachspielzeit ging sogar Keeper Florian Kastenmeier mit nach vorne. Im Konter aufs leere Tor machte Derry Scherhant dann alles klar und besiegelte das Erreichen des Achtelfinals, das am Sonntag, 2. November, ausgelost wird.
Bereits am Samstag geht’s bei Union Berlin in der Bundesliga weiter
Zuvor steht für den SC Freiburg am Samstag noch das nächste Auswärtsspiel bei Union Berlin an. Auch in der Hauptstadt dürfte Schuster – wie schon am Mittwoch – personell rotieren. Eine Personalie ist dabei klar: Philipp Lienhart ist gesperrt. Ansonsten hat der Coach viele Optionen.