Sören Zehnle (in Blau, hier gegen Linx am Ball) war für die Lahrer in Elzach der entscheidende Mann. Foto: Horst Künstle

Es war ein Spieltag wie gemalt für die Spieler von der Dammenmühle. Während beide Verfolger verloren, war der SCL in Elzach siegreich. Ein Kicker musste jedoch früh raus.

Verbandsliga: SF Elzach-Yach - SC Lahr 1:2 (1:1). Es hätte nicht viel gefehlt und der SC Lahr hätte sich am Sonntagnachmittag erneut ärgern müssen, bei den Patzern der Konkurrenz im Aufstiegskampf nicht die Gunst der Stunde genutzt zu haben.

 

Rielasingen-Arlen hatte zeitgleich gegen Salem 2:4 verloren und der FC Auggen gegen Linx ebenfalls mit 3:4 die Segel streichen müssen. Beide waren vor dem Spieltag drei Zähler hinter den Kickern von der Dammenmühle. In Elzach lief bereits die Nachspielzeit – und auch hier stand es lediglich 1:1. Der Kampf um die Relegation wäre eng geblieben. Doch mit dem Tor von Innenverteidiger und Führungsspieler Sören Zehnle nahmen die Lahrer drei Punkte mit und haben nun satte sechs Zähler Vorsprung auf die Verfolger. Bei noch drei ausstehenden Spielen ist es kaum vorstellbar, dass sich der SCL Rang zwei noch einmal nehmen lässt.

„Am großen Jubel hat man schon gemerkt, wie wichtig dieser Treffer von Zehnle war. Der Zeitpunkt war natürlich sehr spät, aber es war in der zweiten Halbzeit ein Spiel auf ein Tor, also der Sieg demnach sehr verdient. Vergangene Woche kassieren wir kurz vor Schluss den Ausgleich und nun treffen wir kurz vor Schluss zum Sieg. So gleichen sich Glück und Pech in einer Saison doch am Ende wieder aus“, hebt Petro Müller, Sportlicher Leiter des SCL, im Gespräch mit unserer Redaktion heraus.

Kevin Gießler muss schon nach neun Minuten verletzt runter

Zehnle war bei einem Eckball – den es nach einer schönen Einzelleistung vom eingewechselten Dominik Kaufmann gab – aufgerückt und drückte die Kugel am kurzen Pfosten per Fuß über die Linie. „Normalerweise macht er seine Tore ja per Kopf. Das hat nun aber schon eine Weile lang nicht mehr geklappt. Nun hat er gezeigt, dass er es auch anders kann“, so Müller.

Nach der frühen Führung durch Mick Keita hatten die Lahrer ab der 20. Minute die Kontrolle über das Spiel abgegeben. „Der Ausgleich war folgerichtig“, hält Müller fest. Nach dem Seitenwechsel sei die Dominanz dann aber wieder voll da gewesen. Diese wurde schließlich in der Nachspielzeit auch belohnt.

Einen Wermutstropfen gab es dennoch, denn Kevin Gießler musste schon nach neun Minuten runter. „Er hat leider wieder muskuläre Probleme gehabt. Nach seinem Ausfall zuvor hatte er schon wieder voll trainiert und war uns eine große Hilfe. Nun hat es aber an einer anderen Stelle als zuvor zugemacht. Er hat diese Probleme leider immer wieder“, bedauert Müller abschließend.

SC Lahr: Leptig; Sö. Zehnle, Fries, Gießler (9. Naletilic), Bandle (86. Makaya), Bross, Häußermann, Allgaier (74. Kaufmann), Kalt (74. Wirth), Gutjahr, Keita (74. Schumacher).

Tore: 0:1 Keita (12.), 1:1 Bührer (39.), 1:2 Sö. Zehnle (90.+1).