Das Heimatmuseum Beihingen ist um eine Sehenswürdigkeit reicher: In einem Anbau wurde eine Viehwaage untergebracht. Gefördert vom Regionalbudget von Leader Heckengäu.
Die Viehwaage, die der Heimat- und Geschichtsverein Beihingen auch bei künftigen Aktionstagen mit dem Wiegen von echten Tiere den Besuchern präsentieren möchte, stammt aus dem Jahr 1922. Sie sei lange im Bereich des Gasthauses Ochsen untergebracht gewesen, erklärt der Vereinsvorsitzende Thomas Burkhardt. Im Jahr 1994 sei sie schließlich in einen gemeindeeigenen Schuppen umgezogen, wo sie bis in die 2000er-Jahre hinein in Gebrauch war.
Heutzutage würden so Waagen praktisch nicht mehr gebraucht. Gewogen werde meist im Schlachthaus. Und auch diese gibt es in den Kommunen heute höchst selten.
Baumaßnahme etwas problematisch
Der Wunsch, die Waage in das Museum zu integrieren, hat schon längere Zeit bestanden, sagt Burkhardt. Das sei aber unter anderem aus baulichen Gesichtspunkten nicht ganz einfach gewesen. So befindet man sich in einem Überschwemmungsgebiet, wenngleich durch die Renaturierung der Waldach dahingehend einiges entschärft wurde. Zudem liegt dort ein Kanal.
Mit einem kleinen Schuppen, der an den bestehenden Schuppen anschließt, wurde ein Gebäude geschaffen, das so höher gesetzt wurde, dass es von einer Überflutung nicht beeinträchtig wäre. Es kann unterspült werden.
Projekte bis 20 000 Euro
Knapp 11 800 Euro bekam der Heimat- und Geschichtsverein aus dem Regionalbudget von Leader Heckengäu. Der Fördersatz beträgt 80 Prozent bei Projekten bis 20 000 Euro. 90 Prozent des Regionalbudgets werde dabei über das Entwicklungsprogramm ländlicher Raum finanziert, die restlichen zehn Prozent von Leader Heckgau über Mitgliedsbeiträge, erklärt Susann Bauer von Leader Heckengäu.
Bauer besuchte jetzt das Heimatmuseum und die Viehwaage und überreichte dabei auch das Schild, dass nach außen klar aufzeigt, dass es sich hier um ein Projekt des Regionalbudgets handelt.
Das Schild wurde gleich nach der Übergabe von Siegfried Brenner vom Heimat- und Geschichtsverein angebracht. Brenner war als Ansprechpartner für die technische Dinge im Verein auch zentral mit den Vorhaben Viehwaage betraut
Arbeitseinsätze kurz vor Schluss
Darüber hinaus hatten sich weiterer Mitglieder durch eine zweitägige Aktion mit Eigenleitung in die Umsetzung des Projekts eingebracht. Und das buchstäblich kurz vor Abschluss der Förderphase. So gab es am 29. und 30. Dezember noch zwei größere Arbeitseinsätze. Bis zum Jahresende mussten laut Bauer die geförderten Projekte umgesetzt sein.
Noch bis 23. Januar laufe die Antragsphase für die neue Förderrunde. Laut Bauer sind schon einige Anträge eingegangen, Weitere seien aber noch möglich.