Michael Schwald und Urs Keser hören beide im Sommer als Trainer auf. An diesem Wochenende kommt es in Zell zum Duell. Sowohl der FCZ als auch Wehr benötigen noch Punkte.
ZELL IM WIESENTAL. Keine einfachen Wochen hat der FC Zell hinter sich. Erst folgte Mitte März das bittere Aus im Pokal-Viertelfinale zuhause gegen den FC Schönau. Dann patzten die Wiesentäler auch noch in der Liga im Kampf um den Relegationsplatz zwei.
Sowohl in Herten (1:2) als auch zuletzt beim 2:5 gegen den FC Hochrhein verpassten es die Zeller, wichtige Punkte einzufahren. Dabei wäre die Chance nun da gewesen an Mettingen/Krenkingen heranzukommen, das selbst gerade schwächelt und nur einen Zähler aus den beiden vergangenen Spielen holte. Aktuell liegt der FCZ sieben Punkte hinter dem zweiten Rang. Hinzu kommt das deutlich schlechtere Torverhältnis aus Zeller Sicht. „Wir haben eine große Chance verpasst. Das ist leider so. Klar wurmt einen das, aber wir müssen jetzt auch wieder nach vorne gucken“, macht Coach Michael Schwald deutlich.
Spiele gegen Wehr für Schwald etwas Besonderes
Der 55-Jährige ist wieder fit und steht am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) gegen seinen Ex-Verein an der Seitenlinie. „Spiele gegen Wehr sind für mich immer etwas Besonderes. Das wird auch so bleiben“, sagt er. Dass möglicherweise schon ein wenig die Luft rund um den Brühlpark raus ist, davon will Schwald nichts wissen. „Das will ich nicht sagen. Wir hatten in den letzten Spielen auch nicht das Spielglück auf unserer Seite. Das kommt vor im Fußball.“
Zum Aufeinandertreffen mit seinen alten Bekannten wird es für Steven Bertolotti übrigens nicht kommen. Der 38-Jährige, der im Winter vom Frankenmatt nach Zell gewechselt war, weilt im Urlaub. Zudem muss Schwald auf Jonas Krumm und Finn Rünzi verzichten.
Bei den Wehrern sieht die Lage nach zwei Siegen binnen zwei Tagen an Ostern nun schon wieder viel, viel besser aus. Aufgrund der außergewöhnlichen Anstrengung fiel die Trainingseinheit am Dienstag auch aus. „Stattdessen haben wir gemeinsam Darts gespielt, Pizza gegessen und Real gegen Bayern geschaut. Das war aber keine Belohnung. Da ging es wirklich um Belastungssteuerung. Da hätte ein Training am Dienstag für mich wenig Sinn ergeben. Es hat uns auch ganz gut getan, mal so zusammen zu sitzen“, erklärt Trainer Urs Keser.
Mit den Auftritten auch vor den beiden Erfolgen gegen Buch (5:2) und Weil II (3:0) zeigte sich der scheidende Übungsleiter zufrieden. „Wir sind im Moment stabil. Klar ist aber auch, dass wir noch nichts erreicht haben. Wir sind noch nicht überm Berg. Wir wollen jetzt auch in Zell punkten.“
Kesers Rechnung für den Klassenerhalt
Kesers Rechnung für den Klassenerhalt: „Zwei, drei Siege werden wir schon noch brauchen.“ Auch personell haben die Wehrer in Zell wieder mehr Optionen. Anders als zuletzt, wo Keser auf Akteure der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste, stehen nach Lage der Dinge 15, 16 Spieler zur Verfügung. Ein wenig spezieller dürfte wohl auch die Begegnung für die beiden Trainer werden. Schwald und Keser sind schon lange dabei und haben den Fußball am Hochrhein in den vergangenen Jahrzehnten erst als Spieler und dann als Trainer mitgeprägt. Beide hören zum Saisonende auf. Man darf gespannt sein, wo und wie es für die beiden weitergeht.