Die Freude ist riesig – die Sportler kehrten mit einem kompletten Medaillensatz zurück. Hamza Ayaz wurde Deutscher Jugendmeister. Jetzt folgte der Eintrag ins Goldene Buch.
Der Sportverein Triberg war lange Jahre ganz vorne dabei im Ringen, hatte sich bis zur Bundesliga hochgekämpft. Aus finanziellen Gründen stieg der Verein dann freiwillig ab. Dass man deswegen aber die Jugendarbeit aufgeben würde – daran war nicht zu denken, obwohl die Vorzeichen zunächst schlecht standen.
Als Jan Rotter sich in die Nachwuchsarbeit einschaltete, hatte er gerade einmal fünf Nachwuchsringer unter seinen Fittichen. Heute sind es wieder sehr viele, angefangen bei den Dreijährigen bis hin zu den Junioren. Die Erfolge beweisen: Die Arbeit, die im Jugendbereich geleistet wird, braucht auch bundesweit keinen Vergleich zu scheuen.
War es in den vergangenen Jahren immer wieder Ayla Sahin, die mit höchsten Ehren im Rathaus empfangen wurde, kommen jetzt auch die Jungs an die Reihe.
Mit fünf jungen Ringern traten sie bei den deutschen Meisterschaften U17 im griechisch-römischen Stil an. Mit einem kompletten Medaillensatz kamen sie zurück und wurden triumphal empfangen.
Sie schreiben Vereinsgeschichte
„Allein die Qualifikation zeigt schon, auf welch hohem Niveau ihr euren Sport betreibt“, betonte Bürgermeister Sven Ketterer beim Empfang im holzgeschnitzten Rathaussaal. Er zeigte sich auch beeindruckt, dass erstmals in der Vereinsgeschichte der zweite Platz in der Vereinswertung erreicht wurde. In der Länderwertung des Südbadischen Ringerverbands sind die Triberger sogar ganz vorne. „Alle fünf Ringer gehören zu den Besten in Deutschland, Eigengewächse aus der Vereins-Nachwuchsarbeit.“
„Großartige Botschafter“
Ketterer wusste auch, dass solche Erfolge auf jahrelanges, intensives Training mit Disziplin, Ausdauer und Leidenschaft für den Sport verbunden sind. Daher galt sein Dank auch den Trainern, Betreuern, der SV-Familie sowie den Eltern und Familien der jungen Sportler. „Ihr seid großartige Botschafter für unsere Stadt Triberg und ein tolles Vorbild für viele junge Menschen“, strahlte der Bürgermeister. Die Jungs hätten auch in Luckenwalde den Namen der Stadt bekannt gemacht.
Es folgte für vier der DM-Teilnehmer zunächst der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt – Hamza Ayaz als Deutscher Meister, Reto Dold als „Vize“ und Lukas Wolber als Gewinner der Bronzemedaille – aber auch Hüseyin Ildir als Teil des Teams. Levent Ay hatte sich entschuldigt. Nach einer kurzen Stärkung ging es hinaus auf den Marktplatz, wo Stadtmarketingleiter für Stimmung unter den Fans sorgte. Trainer Jan Rotter sprach lobende Worte – und auch der Bürgermeister hatte nochmals Gelegenheit, seine Freude über die tolle Arbeit des Vereins und die Erfolge der jungen Ringer zum Ausdruck zu bringen.
Die junge Mannschaft kann vielleicht im April eine weitere Auszeichnung holen – erstmals in der Vereinsgeschichte hat sie sich auch für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert.
Zur Europameisterschaft
Und für Hamza Ayaz ist es auch im Einzel noch nicht vorbei: Als Deutscher Meister hat er sich für die Europameisterschaften qualifiziert, die in Bulgarien stattfinden werden. „Platz genug haben wir noch im Goldenen Buch“, stellte Bürgermeister Sven Ketterer bereits klar.