Rosina Schneider konnte ihr Halbfinale souverän gewinnen. Foto: Eibner-Pressefoto/Stefan Mayer

Hürdensprinterin Rosina Schneider steht bei den Deutschen Meisterschaften in Dortmund auf dem Treppchen und wird Dritte.

Es war ein sehr, sehr schnelles Finale: Bei den nationalen Titelkämpfen der Hürdensprinterinnen in Dortmund gab es auf den ersten beiden Plätzen sogar eine Persönliche Bestleistung (PB).

 

Leidtragende war Rosina Schneider, die in 8,01 Sekunden ins Ziel kam, sich damit zum dritten Mal die WM-Norm holte, aber für eine bessere Platzierung selbst eine neue PB gebraucht hätte. Marlene Maier – im Vorfeld als stärkste Kontrahentin ausgemacht – siegte mit fabelhaften 7,92 Sekunden.

Schneider auf Rang drei

Überraschend stark war auch Ricarda Lobe (MTG Mannheim), die sich mit Tränen über ihre 7,95 Sekunden freute. Schneider kam knapp vor Franziska Schuster (8,03) ins Ziel. Ihren Vorlauf hatte die Wiesenstetterin, welche für den TV Sulz startet, mit 8,04 souverän gewonnen.

Sie erklärte gegenüber unserer Redaktion: „An sich bin ich zufrieden. Ich habe mir erhofft, noch etwas schneller zu laufen. Nicht, weil die anderen so schnell waren, sondern weil mein Lauf noch besser gegangen wäre.“

Fährt sie zur WM?

Was dies nun für die WM-Aussichten von Schneider bedeutet, wird spannend zu sehen sein. Schließlich haben nun drei Athletinnen die Norm erreicht, und Lobe mit ihrer Zeit ein Ausrufezeichen gesetzt. Schneider hingegen war wohl die konstanteste Läuferin in dieser Hallensaison.

Sie sagt hierzu: „Ich hoffe natürlich, dass ich zur WM darf. Mit einem Sieg wäre sich sicher dabei gewesen. Der zweite Startplatz ist nun die Entscheidung des Bundestrainers. Es dürfte sich zwischen Ricarda und mir entscheiden.“ Die Entscheidung darüber dürfte in einer Woche fallen, vorher startet Schneider noch beim ISTAF in Berlin und könnte hier nochmals mit einem starken Lauf Werbung für sich machen.